VARTA stellt vier Insolvenzanträge – Konzern droht die Aufteilung
Der deutsche Batteriehersteller VARTA hat vier Insolvenzanträge gestellt und könnte in mehrere Geschäftsbereiche aufgeteilt werden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am 24. Juli unter Berufung auf eine Sprecherin des Amtsgerichts Stuttgart. Zuvor hatten die Anteilseigner Porsche und Michael Tojner eine weitere Finanzierung des angeschlagenen Konzerns abgelehnt. Gläubiger und Anteilseigner interessieren sich bereits für einzelne Sparten.
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Cicor meldet 40 Prozent mehr Aufträge und baut rund 220 Stellen ab
Die Schweizer Elektronikfertigungsgruppe Cicor hat im ersten Halbjahr ihren Auftragseingang deutlich gesteigert und im zweiten Quartal wieder organisches Wachstum erzielt. Zuvor hatten Lieferengpässe und eine eingeschränkte Komponentenverfügbarkeit das Geschäft zu Jahresbeginn gebremst. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom 22. Juli hervor. Der Umsatz stieg insbesondere infolge der 2025 abgeschlossenen Unternehmenszukäufe um 19 Prozent auf 334,1 Millionen Schweizer Franken. Die Eingliederung zugekaufter Unternehmen und die Neuordnung mehrerer Produktionsstandorte belasteten jedoch die Profitabilität und gehen gruppenweit mit dem Abbau von rund 220 Stellen einher.
KI-gestütztes Chipdesign: Siemens vereinbart Übernahme von Precision Innovations
Der deutsche Technologiekonzern Siemens will den US-amerikanischen EDA-Softwareanbieter Precision Innovations übernehmen. Das teilte Siemens am 20. Juli mit. Mit dem geplanten Zukauf will der Konzern seine Werkzeuge für die frühe Planung und Bewertung komplexer System-on-a-Chip-Architekturen erweitern. Damit reagiert das Unternehmen auf die wachsende Komplexität moderner SoCs, deren Machbarkeit und mögliche Zielkonflikte möglichst früh geprüft werden müssen.
SCHMID vereinbart 20-Millionen-Dollar-Finanzierung für Wachstum und China-Ausbau
Der baden-württembergische Anlagenbauer SCHMID hat mit einem institutionellen Investor eine Finanzierung über 20 Millionen US-Dollar vereinbart. Das teilte das Unternehmen Anfang Juli mit. Der Nettoerlös soll den zusätzlichen Betriebskapitalbedarf infolge des steigenden Auftragseingangs decken. Ein Teil des Kapitals soll in die Finanzierung einer eigenen Produktionsstätte in China fließen.
EU-Projekt ICOS² soll Europas Halbleiterresilienz stärken
Ein europäisches Konsortium aus 21 Organisationen startet das Horizon-Europe-Projekt ICOS², um Europas Position in der globalen Halbleiterindustrie zu stärken. Das geht aus einer Mitteilung des Fraunhofer EMFT vom 15. Juli hervor. Das Projekt soll globale Lieferketten, technologische Entwicklungen und strategische Abhängigkeiten analysieren. Daraus wollen die Partner konkrete Empfehlungen für Europas Halbleiterpolitik und die internationale Zusammenarbeit ableiten.
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ASML dürfte bei Quartalszahlen Kapazitätsausbau und China-Geschäft in den Fokus rücken
Wie Reuters berichtet, richtet sich der Blick der Halbleiterbranche auf die bevorstehenden Quartalszahlen des niederländischen Lithografiespezialisten ASML. Investoren erwarten insbesondere Aussagen zum weiteren Kapazitätsausbau, der starken Nachfrage nach KI-Chipfertigungsanlagen sowie zu den Auswirkungen verschärfter Exportbeschränkungen gegenüber China.
Volkswagen-Chef stellt weitere 50.000 Stellenstreichungen in Aussicht
Wie Reuters berichtet, hat Volkswagen-Chef Oliver Blume in einem internen Schreiben an die Belegschaft angekündigt, dass der Konzern möglicherweise weitere 50.000 Arbeitsplätze abbauen muss. Zusammen mit den bereits beschlossenen Stellenstreichungen könnte sich die Zahl der wegfallenden Arbeitsplätze damit auf bis zu 100.000 weltweit erhöhen.
Bosch erhält 225 Millionen US-Dollar Förderung für US-Chipwerk
Bosch hat eine verbindliche Fördervereinbarung mit dem US-Handelsministerium abgeschlossen und erhält bis zu 225 Millionen US-Dollar aus dem US-amerikanischen CHIPS-Programm. Die Förderung ist Teil einer Gesamtinvestition von 2 Milliarden US-Dollar in den Ausbau des Halbleiterstandorts Roseville im US-Bundesstaat Kalifornien.
QuantumDiamonds erhält 91 Millionen Euro für quantenbasierte Chipinspektion
Das Münchner Quantensensorik-Startup QuantumDiamonds bringt seine quantenbasierte Chipinspektion mit einer Finanzierung über 91 Millionen Euro in die nächste Entwicklungsphase. Das teilte das Unternehmen am 9. Juli mit. Mit den Mitteln will QuantumDiamonds die Fertigung in München hochfahren und den Einsatz seiner Systeme bei Chipherstellern ausweiten. Die Technologie soll Defekte in tieferliegenden Strukturen moderner 3D-Chiparchitekturen lokalisieren.
Rheinmetall und Lockheed Martin wollen ATACMS-Co-Produktion nach Deutschland holen
Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall und der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin wollen ATACMS-Lenkflugkörper künftig gemeinsam in Deutschland produzieren. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Unternehmen vom 7. Juli hervor. Die Partner wollen dafür ein Joint Venture gründen, das mit Unterstützung der Regierungen der USA und Deutschlands ein europäisches Kompetenzzentrum für Herstellung, Integration und Bereitstellung von ATACMS schaffen soll. Die taktischen Lenkflugkörper sollen NATO- und verbündeten europäischen Streitkräften zur Verfügung stehen.
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