Hat sich der Halbleitermarkt seit dem Frühjahr verändert?
Bereits Anfang des Jahres kamen mehrere Diskussionen auf den Evertiq Expos zu demselben Schluss: Obwohl die Halbleiterindustrie weiter wächst, verteilt sich dieses Wachstum alles andere als gleichmäßig. KI, Speicher und Rechenzentren sorgen für Rekordumsätze, während andere Bereiche der Elektronikindustrie weiterhin mit einer völlig anderen Marktrealität konfrontiert sind.
KI-Infrastrukturboom verändert die Elektronik-Lieferkette, sagt in4ma
Laut einer neuen Analyse von in4ma und EMSNOW verändert die beispiellose Investitionswelle in KI-Infrastruktur die globale Elektronik-Lieferkette grundlegend. Die steigende Nachfrage der Hyperscaler treibt die Preise für Leiterplatten (PCBs) nach oben, verlängert Lieferzeiten und lenkt Fertigungskapazitäten zunehmend auf KI-Anwendungen um.
Das ESG-Nadelöhr: Zeit für die praktische Umsetzung finden
Für Europas Elektronikhersteller ist Nachhaltigkeit längst mehr als ein langfristiges Ziel. Kundenfragebögen, ESG-Plattformen und ein zunehmend umfangreicher Regulierungsrahmen gehören immer stärker zum Geschäftsalltag. Unternehmen müssen nicht nur ihre Umweltleistung verbessern, sondern diese auch anhand einer wachsenden Zahl von Berichtsstandards nachweisen.
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MUSS JEDES KI-GERÄT MIT DER CLOUD VERBUNDEN SEIN?
Noch vor wenigen Jahren basierten die meisten Anwendungen, die Künstliche Intelligenz nutzten, auf einem einfachen Ablaufprinzip. Daten von Sensoren wurden an einen Server oder die Cloud gesendet, dort von einem KI-Modell analysiert und das Ergebnis anschließend an das Gerät zurückgegeben. Diese Lösung funktionierte in vielen Anwendungsbereichen, hatte jedoch auch ihre Einschränkungen – sie erforderte eine ständige Netzwerkverbindung, verursachte Verzögerungen und erforderte die Übertragung großer Datenmengen.
Warum Strategie zur entscheidenden Frage für die europäische EMS-Branche geworden ist
Manche Konferenzvorträge enden mit dem Applaus. Andere beginnen dort erst richtig. Sie setzen sich bei einer Tasse Kaffee fort, in Gesprächen zwischen den Messeständen und auf den Fotos, die Besucher machen, bevor die letzte Folie von der Leinwand verschwindet. Genau das war während der Evertiq Expo Berlin der Fall, wo ein Vortrag noch lange nach dem Verlassen des Konferenzsaals nachwirkte.
Europa hinkt hinterher – aber wer führt die europäische EMS-Branche an?
Europa gilt seit Langem als Industriestandort von Weltrang. Im Bereich der Elektronikfertigungsdienstleistungen (EMS) steht der Kontinent jedoch vor einer immer größeren Herausforderung: mit den Wettbewerbern aus Asien Schritt zu halten.
Die Herausforderung der Datenvernetzung in der Elektronikfertigung
Elektronikhersteller haben heute mehr Zugriff auf Produktionsdaten als je zuvor. Trotz steigender Investitionen in die Digitalisierung kämpfen jedoch viele Unternehmen weiterhin damit, vollständige Transparenz über ihre Produktionsumgebungen zu erreichen.
Evertiq Expo Berlin – zwischen Resilienz, KI und der Realität der Fertigung
Die deutsche Elektronikindustrie tritt in eine Phase ein, die weniger von Stabilität als vielmehr von Anpassung geprägt ist. Über Jahre profitierte die Branche von einem Modell, das auf industrieller Stärke, globalen Lieferketten sowie der engen Verbindung zwischen Fertigung und exportorientiertem Wachstum basierte. Viele dieser Grundannahmen werden heute jedoch neu bewertet.
Das Herz der Elektronikindustrie schlägt erneut in Kraków
Die Evertiq Expo Kraków 2026 brachte die Elektronikindustrie am 7. Mai zurück nach Kraków. Die industrielle Atmosphäre des CFK13 mit seinem charakteristischen Stil der 1930er-Jahre bildete den passenden Rahmen für Diskussionen über die Zukunft der polnischen und europäischen Elektronikindustrie.
Europa baut ein System ohne physische Grundlage
Europa investiert Milliarden in künstliche Intelligenz, Halbleiter und Rechenzentren. Diese Investitionen sollen die technologische Position der Region stärken und Abhängigkeiten reduzieren. Doch eine zentrale Frage wird immer drängender: Inwieweit baut Europa ein System auf einer Grundlage auf, die physisch gar nicht existiert?
Warum EMV nicht der „letzte Schritt“ sein kann – Designrisiken in der Verteidigungselektronik
In vielen Projekten wird die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) noch immer als abschließender Prüfschritt behandelt. In der Praxis führt dieser Ansatz jedoch zunehmend zu Verzögerungen, kostspieligen Redesigns und Fehlern, die nur schwer zu beheben sind – insbesondere bei komplexen Verteidigungssystemen. Wie Dominik Kowalczyk, Experte für Explosionsschutz bei Dacpol, gegenüber Evertiq erklärte, sollte die EMV-Analyse den gesamten Lebenszyklus eines Projekts abdecken – von der Konzeptphase bis zur Inbetriebnahme. Zudem zeigt er auf, an welchen Stellen Signalintegrität am häufigsten verloren geht und warum der traditionelle EMV-Ansatz mit der wachsenden Systemkomplexität nicht mehr Schritt hält.
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