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Moritz-Floder
© Kurtz Ersa
Elektronikproduktion |

Die Herausforderung der Datenvernetzung in der Elektronikfertigung

Elektronikhersteller haben heute mehr Zugriff auf Produktionsdaten als je zuvor. Trotz steigender Investitionen in die Digitalisierung kämpfen jedoch viele Unternehmen weiterhin damit, vollständige Transparenz über ihre Produktionsumgebungen zu erreichen.

Laut Moritz Floder, Product Manager Digitalisation bei Kurtz Ersa, liegt eines der größten Probleme in der enormen Vielfalt der eingesetzten Systeme innerhalb der Branche.

„Die größte Herausforderung ist die große Vielfalt der Architekturen. Von Kunde zu Kunde unterscheiden sich die verwendeten Systeme, Maschinen und Marken. Selbst zwischen verschiedenen Werken desselben Kunden kann es erhebliche Unterschiede geben“, sagte Floder im Vorfeld seines Vortrags auf der Evertiq Expo Berlin 2026 gegenüber Evertiq.

Diese Vielfalt macht eine konsistente Datenerfassung deutlich komplizierter, als es auf den ersten Blick erscheint. Während Hersteller zunehmend eine durchgängige Transparenz und Rückverfolgbarkeit anstreben, erfordert die Vernetzung von Maschinen, Softwaresystemen und Produktionsprozessen häufig erhebliche Integrationsaufwände.

„Für eine durchgängige Transparenz ist Konnektivität der Schlüssel. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Daten über Schnittstellen erfasst werden. Standardisierte Schnittstellen helfen dabei, ein gemeinsames Verständnis darüber zu schaffen, welche Daten benötigt werden. Allerdings erfordert die Einrichtung aller Schnittstellen zunächst Investitionen“, erklärte Floder.

Mit fortschreitender Digitalisierung werden Produktionsdaten zu einem immer wertvolleren Faktor. Auch wenn die Anforderungen je nach Hersteller variieren, spielen Prozessparameter laut Floder eine entscheidende Rolle, um eine hohe Produktqualität und stabile Produktionsprozesse sicherzustellen.

Gleichzeitig ermöglicht eine stärkere Vernetzung auch einen höheren Automatisierungsgrad innerhalb der Fertigung.

„Anstelle manueller Eingriffe ermöglichen Schnittstellen automatische Produktwechsel über die gesamte Fertigungslinie hinweg“, sagte er.

Für die Zukunft erwartet Floder, dass Datenerfassung noch stärker mit automatisierten Entscheidungen und Prozessoptimierungen verbunden sein wird.

„Ich sehe einen Trend hin zu immer mehr Automatisierung. Dazu gehören auch Korrekturen auf Basis gesammelter Daten, um optimale Einstellungen innerhalb des Prozesses sicherzustellen“, erklärte er.

Während der Evertiq Expo Berlin am 18. Juni wird Moritz Floder den Vortrag „Data Capture Across Manual and Automated Processes in Electronics Manufacturing“ halten. Dabei wird er Herausforderungen und Lösungsansätze rund um die Erfassung von Prozessdaten in der intelligenten Elektronikfertigung vorstellen – mit besonderem Fokus auf Effizienz, Qualitätssicherung, Rückverfolgbarkeit und durchgängige Transparenz innerhalb der Produktionsumgebung. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist bereits geöffnet.


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