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Expo-KRK2026-04
© Evertiq
Elektronikproduktion |

Das Herz der Elektronikindustrie schlägt erneut in Kraków

Die Evertiq Expo Kraków 2026 brachte die Elektronikindustrie am 7. Mai zurück nach Kraków. Die industrielle Atmosphäre des CFK13 mit seinem charakteristischen Stil der 1930er-Jahre bildete den passenden Rahmen für Diskussionen über die Zukunft der polnischen und europäischen Elektronikindustrie.

Die diesjährige Ausgabe der Evertiq Expo Kraków verzeichnete eine starke Beteiligung aus der Elektronikindustrie. Insgesamt nahmen 456 Personen und 53 ausstellende Unternehmen an der Veranstaltung teil. Unter den 291 registrierten Besuchern befanden sich laut Veranstaltern auffallend viele neue Teilnehmer von Unternehmen, die zuvor noch nie an einer Evertiq Expo teilgenommen hatten – ein Hinweis auf die wachsende Reichweite der Veranstaltung innerhalb der Branche. Die endgültigen Besucherzahlen dürften sogar etwas höher liegen, da nicht alle Besucher ihre Badges abgeholt haben. Die vollständigen Statistiken sind hier verfügbar.

Eine besondere Aufmerksamkeit erhielt zudem Edward Warchocki – ein KI-gestützter Roboter, der mit Besuchern über künstliche Intelligenz und humanoide Robotik sprach und damit zeigte, wie solche Interaktionen in der Praxis aussehen können.

Neben der Ausstellungsfläche und den Business-Meetings entwickelte sich vor allem das Konferenzprogramm zu einem zentralen Gesprächsthema der Veranstaltung.

Die Expo eröffnete mit einer Podiumsdiskussion unter der Moderation von Ewelina Bednarz (Evertiq), an der Maciej Sobolewski (Fideltronik) und Jacek Małecki (Best Supply) teilnahmen. Im Fokus standen Elektroniklösungen für anspruchsvolle Umgebungen, insbesondere Lieferketten, Entwicklungsentscheidungen und deren Auswirkungen auf die spätere Systemleistung.

Anschließend sprach Yaroslav Filimonov, CEO von Kvertus, dessen Systeme derzeit zum Schutz von acht ukrainischen Großstädten gegen UAV-Bedrohungen eingesetzt werden. Sein Vortrag hinterließ einen bleibenden Eindruck, als er über den Schutz kritischer Infrastruktur in Polen und die praktische Funktionsweise solcher Systeme unter realen Einsatzbedingungen sprach.

Das Programm wurde mit einem Vortrag von Piotr Owczarek, CEO des polnischen Unternehmens AiRob, fortgesetzt. Er thematisierte die Herausforderungen bei der Automatisierung von High-Mix-/Low-Volume-Fertigung und zeigte anhand praktischer Beispiele sowohl Vorteile als auch typische Fehler bei der Implementierung automatisierter Systeme auf.

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© Evertiq

Dominik Kowalczyk (DACPOL) widmete sich den Themen Signalintegrität und elektromagnetische Verträglichkeit. Er erläuterte, wie elektromagnetische Störungen elektronische Systeme – insbesondere im Verteidigungsbereich – beeinflussen und welche Ursachen häufig zu Signalverlusten führen. Praxisbeispiele aus realen Produktions- und Einsatzumgebungen sorgten im Anschluss für zahlreiche Diskussionen.

Zu den meistbesuchten Vorträgen gehörte die Präsentation von Jacek Małecki (Best Supply), der die aktuelle Situation am Elektronikkomponentenmarkt analysierte und Risiken zukünftiger Lieferengpässe diskutierte. Basierend auf langjähriger Erfahrung in Distribution, EMS und OEM zeigte er mögliche Marktszenarien und Strategien für den Umgang mit anhaltender Volatilität auf.

Im Anschluss präsentierte Claus Aasholm (Semiconductor Business Intelligence) erstmals in Polen seine Analyse des globalen Halbleitermarktes. Im Mittelpunkt standen Daten zu Investitionen, Fertigungskapazitäten, Veränderungen in Lieferketten und tatsächlicher Ressourcenauslastung. Statt allgemeiner Branchennarrative konzentrierte sich sein Vortrag auf die Kennzahlen, die den Halbleitermarkt tatsächlich beeinflussen.

Ein weiteres zentrales Thema war Cybersicherheit. Dawid Goljat (EXEA Data Center) sprach über die Auswirkungen der uKSC- und NIS2-Regularien auf Fertigungsunternehmen. Dabei erklärte er, dass sich der Fokus zunehmend von reiner Compliance hin zur operativen Widerstandsfähigkeit verschiebt – also der Fähigkeit eines Unternehmens, den Betrieb auch während eines Sicherheitsvorfalls aufrechtzuerhalten.

Karol Sowa (Sowa Electronics) stellte Lösungen zur automatisierten optischen Inspektion (AOI) für die THT-Montage vor. Präsentiert wurden sowohl 2D- als auch 3D-Technologien sowie Verfahren zur gleichzeitigen Inspektion beider Seiten von Leiterplatten vor und nach dem Lötprozess.

Den Abschluss des Konferenzprogramms bildete eine Präsentation von Ewelina Bednarz über die Top-20-Verteidigungsunternehmen Europas. Dabei wurden aktuelle Veränderungen in der Marktstruktur sowie deren zunehmende Bedeutung für die Elektronikindustrie analysiert. Die Diskussion über Europas Verteidigungsindustrie in Zahlen hinterließ eine offene Frage: Wird das Ranking im kommenden Jahr genauso spannend aussehen?

Die Evertiq Expo Kraków kehrt am 9. Juni nächsten Jahres zurück nach Kraków. Die Registrierung für die Veranstaltung ist bereits geöffnet.


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