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© Nvidia Markt | 08 Februar 2022

NVIDIAs Übernahme von Arm gescheitert

NVIDIA und SoftBank haben die 40 Milliarden Dollar teure Übernahme von Arm durch NVIDIA abgebrochen. Der Deal sollte der größte Halbleiter-Deal der Geschichte werden, wenn er zustande gekommen wäre.

Die Parteien haben sich darauf geeinigt, die Vereinbarung zu beenden, da, wie die Unternehmen es beschreiben, "erhebliche regulatorische Herausforderungen den Abschluss der Transaktion trotz der Bemühungen der Parteien in gutem Glauben verhindern". Arm wird nun mit den Vorbereitungen für ein öffentliches Angebot beginnen, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Arm hat eine glänzende Zukunft, und wir werden sie als Lizenznehmer noch jahrzehntelang unterstützen. Arm befindet sich im Zentrum der wichtigen Dynamik im Computing. Auch wenn wir nicht ein Unternehmen sein werden, werden wir eng mit Arm zusammenarbeiten. Die erheblichen Investitionen, die Masa getätigt hat, haben Arm in die Lage versetzt, die Reichweite der Arm-CPU über das Client-Computing hinaus auf Supercomputing, Cloud, KI und Robotik auszuweiten," so  Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA.

Softbank hat heute außerdem angekündigt, dass es in Abstimmung mit Arm mit den Vorbereitungen für einen Börsengang von Arm innerhalb des am 31. März 2023 endenden Geschäftsjahres beginnen wird. Softbank ist davon überzeugt, dass die Technologie und das geistige Eigentum von Arm auch in Zukunft im Mittelpunkt des mobilen Computings und der Entwicklung künstlicher Intelligenz stehen werden.

„Arm entwickelt sich zu einem Zentrum der Innovation nicht nur in der Mobiltelefonrevolution, sondern auch in den Bereichen Cloud Computing, Automotive, Internet der Dinge und Metaverse und ist in seine zweite Wachstumsphase eingetreten", sagt Masayoshi Son, Representative Director, Corporate Officer, Chairman & Chief Executive Officer der SoftBank Group Corp.

NVIDIA und Softbank hatten bekannt gegeben, dass sie am 13. September 2020 eine endgültige Vereinbarung geschlossen haben, nach der NVIDIA Arm von SoftBank übernehmen wird. Gemäß den Bedingungen der Vereinbarung wird Softbank die von NVIDIA im Voraus gezahlten 1,25 Milliarden Dollar einbehalten, die im vierten Quartal als Gewinn verbucht werden. Außerdem wird NVIDIA seine 20-jährige Arm-Lizenz behalten.

Schon wenige Tage nach der Ankündigung des Geschäfts gab es in der Branche heftige Kritik. Eine der lautesten Stimmen war Arm-Mitbegründer Hermann Hauser, der das Geschäft als Katastrophe bezeichnete und sagte, dass es blockiert werden sollte. Außerdem leitete die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) eine eingehende Untersuchung des Geschäfts ein. Die Bedenken betrafen vor allem die Unantastbarkeit des offenen Lizenzierungsmodells von Arm, an dem SoftBank festhält. Die Befürchtung war, dass der Nvidia-Deal die Zerstörung dieses Geschäftsmodells zur Folge haben würde.

Im Dezember 2021 leitete die US Federal Trade Commission eine Klage ein, um die Übernahme zu verhindern. Die FTC sagte damals in einer Erklärung, dass der Deal Nvidia "die Kontrolle über die Computertechnologie und -designs geben würde, auf die sich konkurrierende Firmen verlassen, um ihre eigenen konkurrierenden Chips zu entwickeln."

Hätte die Übernahme alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen erhalten und wäre damit abgeschlossen worden, wäre es der größte Halbleiter-Deal in der Geschichte gewesen, da er den Kauf von Broadcom durch Avago im Jahr 2015 für 37 Milliarden US-Dollar und den Kauf von ARM durch SoftBank im Jahr 2016 für 32 Milliarden US-Dollar übertroffen hätte.

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