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© Evertiq
Elektronikproduktion |

Das war die Evertiq Expo Berlin 2024

Die Evertiq Expo Berlin 2024 ist mit großem Erfolg zu Ende gegangen und hat dabei Branchenexperten in den Wissenschafts- und Technologiepark Berlin Adlershof gelockt. Mit dem Schwerpunkt auf den wichtigsten Herausforderungen und Innovationen im Elektroniksektor hat die Messe aufschlussreiche Präsentationen und Diskussionen geboten.

Am 20. Juni 2024 hatte Evertiq zum dritten Mal die Türen zur Evertiq Expo Berlin geöffnet: 324 Personen waren insgesamt mit dabei. Und noch ein paar Zahlen: 65 ausstellende Unternehmen begrüßten 178 Besucher aus 119 verschiedenen Unternehmen und Organisationen - ein neuer Rekord für die Evertiq Expo Berlin.

Olaf Ciepły von IBL-Löttechnik eröffnete das Programm der Messe und sprach über die Ursachen von Lötfehlern im Reflow-Prozess und wie man sie vermeiden kann. Fehler in der Produktion können zu Verzögerungen, Unzufriedenheit der Kunden und verschiedenen anderen Problemen führen, die mit erheblichen Kosten verbunden sind. Wo also sind diese Fehler versteckt und mit welchen Hilfsmitteln kann man sie finden? Welche Ofentechnologie ist für die verschiedenen Anwendungen am besten geeignet und ist die Vakuumtechnologie wirklich effektiv? 

Ein Höhepunkt des Konferenzprogramms war der Vortrag von Alun Morgan, Präsident des EIPC, der einen Ausblick auf die globale Elektroniklieferkette gab. Alun Morgan ging auf die gegenwärtige und künftige Marktdynamik ein, ohne dabei den Fokus auf Europa zu verlieren. Die Präsentation bot einen Einblick in die Makroökonomie und beleuchtete aktuelle und künftige globale Risikofaktoren sowie den europäischen Leiterplattenmarkt und Trends. Wie bereits berichtet, ist die europäische Leiterplattenindustrie in Gefahr und wenn nichts unternommen wird, wird der Anteil der EU an der weltweiten Leiterplattenindustrie bis 2035 von derzeit 2,8 Prozent auf magere 1,7 Prozent sinken - vorausgesetzt, es wird nichts unternommen, um die aktuelle Entwicklung zu bremsen, sagt Morgan.

Das deutsche Publikum fand das Thema End-of-Life (EOL) und Obsoleszenz spannend - Ken Greenwood, Regional Sales Manager bei Rochester Electronics, war dazu Gast auf der Bühne. Während seiner Präsentation erklärte er, dass der Lebenszyklus elektronischer Komponenten von der Markteinführung bis zur Veralterung immer kürzer wird, insbesondere auf dem Markt für Unterhaltungselektronik, wo Produkte eine immer kürzere Lebensdauer haben. Infolgedessen wird die Veralterung für viele Unternehmen zu einem immer häufigeren Problem. Hinzu kommt, dass 30 Prozent der Produkteinstellungen unvorhergesehen oder unerwartet sind. Die beste Vorgehensweise zur Vermeidung von Problemen im Zusammenhang mit der Obsoleszenz besteht darin, sich bewusst zu machen, dass sie eintreten wird, ob man es will oder nicht - also sollte man sie einplanen.

Das Thema KI war auch für das deutsche Publikum von Interesse, was bei der Präsentation von Stilianos Pelagidis von Delvitech deutlich wurde. Pelagidis demonstrierte, wie KI die optische Inspektion verbessert, die Arbeit des Personals an der Produktionslinie vereinfacht, den First Pass Yield (FPY) steigert und die Zahl der Fehlalarme reduziert - und das alles bei außergewöhnlich einfacher Programmierung.

Unsere Diskussionsteilnehmer, Thomas Michels, CEO des Leiterplattenherstellers ILFA GmbH, Manfred Amberger, Senior VP of Marketing and Sales des EMS-Anbieters Zollner Elektronik AG und Uwe Kriegshäuser, CEO des Fertigungsprozess-Spezialisten Schnaidt GmbH, diskutierten diese Herausforderungen aus der Binnensicht, zeigten aber auch die bestehenden Möglichkeiten auf. Einer der wichtigsten Punkte während der Diskussion war, dass die europäische Industrie enger zusammenarbeiten muss, um das bestehende Ökosystem zu stärken, damit die Produktion in Europa erhalten und ausgebaut werden kann.

Die Diskussionsteilnehmer erörterten Strategien zur Verbesserung der Zusammenarbeit über die gesamte Lieferkette hinweg, Investitionen in fortschrittliche Fertigungstechnologien und die Entwicklung qualifizierter Arbeitskräfte - und diskutierten auch darüber, wie man die Bedeutung der Elektronikindustrie bei den politischen Entscheidungsträgern ins Bewusstsein rufen kann.

Die Diskussionen auf dem Podium drehten sich um die Entwicklungen der vergangenen sechs Monate, in wirtschaftlicher und geopolitischer Hinsicht und um die allgemeine Einschätzung, wohin wir uns bewegen. Dabei wurde deutlich, dass die verschiedenen Segmente in der ersten Jahreshälfte sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Einige waren überrascht, wie gut das erste Halbjahr verlaufen war, während andere sich ziemlich schwer taten. Alle waren sich jedoch darin einig, dass man sich auf dem Weg nach oben befindet.

Evertiq bedankt sich bei allen Teilnehmern an der Expo in Berlin. Auf bald im nächsten Jahr in Berlin.


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2024.06.13 13:49 V22.4.55-1