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© Intel Corporation
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Auch kritische Stimmen zur Intel-Ansiedlung in Magdeburg

Gestern Nachmittag in Magdeburg und in Berlin: Grünes Licht für Intels Chip-Fabrik in Sachsen-Anhalt. Damit hat das lange Werben um den Chip-Hersteller endlich ein Ende. Aber es gibt auch kritische Stimmen zum milliardenschweren Subventions-Deal mit der Bundesregierung.

Ifo-Präsident Clemens Fuest hält die finanzielle Unterstützung von nunmehr fast zehn Milliarden Euro für die Ansiedlung von Intel in Magdeburg für "fragwürdig". Lieferrisiken gebe es bei vielen Produkten, das gehöre zum normalen Geschäftsleben, sagte der Chef des Münchner Instituts der Nachrichtenagentur Reuters angesichts der Halbleiteroffensive der EU, die damit die Abhängigkeit von Lieferungen aus Asien und den USA verringern will. Absicherung sei primär Aufgabe der Unternehmen, nicht des Staates.

Die im Raum stehende Fördersumme sei eine sehr hohe Versicherungsprämie. Zudem gebe es Alternativen zu heimischer Produktion wie etwa Diversifizierung der Lieferanten, Lagerhaltung und Recycling. Darüber hinaus sei nicht klar, was eigentlich genau in Magdeburg produziert werde, ob es die Chips seien, die Deutschland oder Europa brauchen, und an wen diese Chips im Krisenfall geliefert werden", kritisiert Fuest in dem Reuters-Interview. Zumindest solle man darauf bestehen, dass in erheblichem Umfang Forschung und Entwicklung in Magdeburg angesiedelt werden.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hofft indes auf eine schnelle Umsetzung der Pläne von Intel. Er dankte dem Bund für die erweiterte Förderzusage. Es entstünden nicht nur Tausende Arbeitsplätze, die Ansiedlung sei auch ein Megaschub für die Region. 

Der Ostbeauftragte Carsten Schneider sieht die Einigung mit dem US-Konzern als Aufbruchssignal für Deutschland und Europa. Die Stärken des Wirtschaftsstandorts in Ostdeutschland würden dazu beitragen, die technologische Souveränität Europas in der Mikroelektronik zu erhöhen.


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2024.04.15 11:45 V22.4.27-2
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