Keine Einigung erzielt: Denso erwägt Rückzug aus Rohm-Deal
Die mögliche Übernahme des japanischen Leistungshalbleiterherstellers Rohm durch den Autozulieferer Denso steht auf der Kippe. Das berichtete Bloomberg unter Berufung auf die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei am 27. April. Beide Unternehmen konnten sich nicht auf die Bedingungen des Übernahmeangebots einigen.
Rohm sieht offenbar strategische Risiken im Deal
Denso habe Rohm demnach nicht für die geplante Übernahme gewinnen können. Nach Darstellung von Nikkei ging es offenbar um strategische Bedenken zur künftigen Ausrichtung von Rohm. Rohm soll befürchtet haben, durch den Deal stärker auf Automotive-Chips festgelegt zu werden und bestehende Beziehungen zu anderen Autozulieferern zu belasten.
Der mögliche Deal hätte Rohm laut Bloomberg mit mehr als 9 Milliarden US-Dollar bewerten können. Die Börse reagierte deutlich auf die Unsicherheit: Die Rohm-Aktie fiel zeitweise um bis zu 16 Prozent, Denso legte um 3,9 Prozent zu.
Rohm-Deal hätte bestehende Verbindung vertieft
Bereits im März hatte Evertiq über Densos Interesse an Rohm berichtet. Damals lag laut Reuters ein mögliches Übernahmeangebot von bis zu 8,3 Milliarden US-Dollar auf dem Tisch. Denso hält demnach rund 4,8 Prozent an Rohm; beide Unternehmen hatten bereits 2025 eine strategische Partnerschaft im Halbleiterbereich vereinbart.
