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Markt |

CLEPA fordert Stärkung der europäischen Automotive-Halbleiterversorgungskette

Der europäische Automobilzuliefererverband CLEPA hat ein Positionspapier veröffentlicht, in dem er konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Halbleiter-Lieferkette für die europäische Automobilindustrie fordert. Angesichts anhaltender Engpässe und geopolitischer Spannungen betont CLEPA, dass eine robuste, widerstandsfähige Versorgung mit semikondo­ktorbasierten Komponenten für die Zukunft der europäischen Fahrzeugproduktion unabdingbar sei.

Halbleiter gelten heute als zentraler Eckpfeiler moderner Fahrzeuge – sie steuern Sicherheitssysteme, Energie­management, Fahrerassistenz, Vernetzung und elektrische Antriebe. Gleichzeitig sind sie ein strategischer Engpass, da ein großer Teil der globalen Produktion außerhalb Europas konzentriert ist. CLEPA sieht darin ein strukturelles Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen OEMs und Zulieferer.

Im Positionspapier fordert der Verband eine Reihe politischer und industrieller Initiativen, darunter:

  • Ausbau lokaler Halbleiterfertigung: Unterstützung von Produktionskapazitäten in Europa, um Abhängigkeiten von außereuropäischen Quellen zu reduzieren.
  • Stärkung der Wertschöpfungskette: Förderung von Forschungs- und Entwicklungsnetzwerken, um innovative Fertigungstechnologien und Designkompetenzen im Automotive-Bereich zu stärken.
  • Strategische Vorratshaltung: Aufbau von europäischen Reserven für kritische Chipfamilien, um Versorgungsschwankungen abzufedern.
  • Förderprogramme & Anreize: Nutzung staatlicher und EU-Fördermittel, um Investitionen in Produktionskapazitäten, Automatisierung und Fachkräfteentwicklung zu beschleunigen.
  • Kooperation zwischen Industrie und Politik: Intensivierung von Public-Private-Partnerships, um langfristige Strategien für die Versorgungssicherheit zu entwickeln.

CLEPA warnt, dass ohne gezielte Maßnahmen die Produktion von Fahrzeugen in Europa langfristig gefährdet sei. Insbesondere bei hochkomplexen Bauteilen wie Mixed-Signal-Chips, Leistungs-ICs und sicherheitsrelevanten Mikrocontrollern sieht der Verband einen akuten Handlungsbedarf. Das Positionspapier unterstreicht, dass eine starke europäische Halbleiterbasis nicht nur industrielle Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch technologische Souveränität bedeutet.

Abschließend betont CLEPA, dass die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Forschungseinrichtungen über Zulieferer bis zu OEMs – entscheidend sei, um eine nachhaltige, belastbare und innovationsfähige Halbleiter-Lieferkette in Europa zu etablieren.


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