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Elektronikproduktion | 12 Mai 2011

Solon: Entwicklung durch schwaches Marktumfeld belastet

Die Solon SE erzielte in den ersten drei Monaten des Jahres 2011 einen Konzernumsatz von 65,2 Mio EUR, der noch unterhalb des Umsatzniveaus im Auftaktquartal 2010 lag (Vorjahreszeitraum: 88,3 Mio Euro).

Die schwache Umsatzentwicklung wirkte sich negativ auf die Profitabilität des Unternehmens aus und führte zu einem Verlust beim operativen Ergebnis (EBIT) von -17,0 Mio EUR (Vorjahreszeitraum: -6,4 Mio EUR) und zu einem negativen Konzernergebnis von -21,5 Mio EUR (Vorjahreszeitraum: -8,2 Mio EUR). Insgesamt setzte SOLON im ersten Quartal 2011 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 32 MW ab (Vorjahreszeitraum: 43 MW). Die Schwäche des deutschen Marktes spiegelt sich auch darin wider, dass SOLON in diesem Zeitraum 80% der Konzernumsätze außerhalb seines Heimatmarktes erzielte, v.a. in Italien und den USA. Durch die Ausgliederung der operativen Aktivitäten der österreichischen Tochtergesellschaft zum Jahreswechsel ging die Zahl der an allen Standorten für SOLON tätigen Mitarbeiter zum 31. März 2011 auf 797 zurück (31.12.2010: 912). In Folge der schwachen Geschäftsentwicklung stieg die Nettoverschuldung im Quartalsverlauf auf 402,1 Mio EUR an (31.12.2010: 369,1 Mio EUR). Das Working Capital erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2010 auf 213,0 Mio EUR (31.12.2010: 172,5 Mio EUR), was einer Working-Capital-Quote in Relation zum Umsatz der letzten 12 Monate von knapp 36 % entspricht. Der Forderungsbestand wurde signifikant verringert und sank von 170,7 Mio EUR am Jahresende 2010 auf 148,4 Mio EUR zum 31. März 2011. Dem stand jedoch aufgrund der schwächer als erwarteten Nachfrage ein Bestandsaufbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von insgesamt 42,7 Mio EUR gegenüber. Dieser resultiert zu rund einem Drittel aus Projektleistungen für das im Bau befindliche 21-MW-Kraftwerk für den US-Kunden Arizona Public Service. In Deutschland zieht die Nachfrage nach Solaranlagen seit Ende März langsam wieder an. Angesichts der deutlich schwächer als erwarteten Geschäftsentwicklung im Auftaktquartal hat das SOLON-Management seine Umsatz- und Ergebnisplanungen für das laufende Jahr angepasst. Der Vorstand geht derzeit davon aus, dass die Umsatzeinbußen des ersten Quartals im weiteren Jahresverlauf nicht bzw. nicht vollständig ausgeglichen werden können und erwartet daher für das Gesamtjahr 2011 nur noch einen Konzernumsatz in der Größenordnung des Vorjahres. Als Konsequenz dieser niedrigeren Umsatzerwartung wurden auch die Ergebnisziele entsprechend reduziert.
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2019.04.20 11:13 V13.1.0-1