Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© ASM Assembly Systems Elektronikproduktion | 03 Mai 2011

Wie lebt es sich als Teil eines asiatischen Unternehmens?

Es sind nun gute 3 Monate vergangen, dass aus Siemens Siplace offiziell ASM Assembly Systems wurde. Journalisten sind im Allgemeinen ziemlich neugierig und wir sind da ganz sicher keine Ausnahme. Also! Wie lebt es sich denn so bei ASMPT?

Man hört so Einiges, wenn es um asiatische Geschäftspraktiken und europäische Unternehmen geht. Taschenmesser, Fleischermesser und Macheten; jeder scharfe Gegenstand scheint Teil der täglichen Geschäfte zu sein. Jedenfalls wenn man den Gerüchten Glauben schenkt. Wir waren also ziemlich neugierig, was die beiden Unternehmen in den letzten Monaten so gemacht haben. München scheint vor Enthusiasmus und Energie fast überzufliessen. Synergien, Teamwork, Innovation – diese Wörter fliegen nur so durch die Gegend. Und das Non-Stop. Es ist Frühling, ganz sicher, aber das kann es doch nicht sein. Wenn man dann noch einen freundlichen und reservierten Asiaten trifft, der eine feurige Rede auf die Akquisition, Zukunftspläne und sein iPad hält, dann fragt man sich, wo denn die ganzen 'scharfen Gegenstände' abgeblieben sind. Es gibt keine. Soviel kann ich dann doch schon verraten. • Also Herr Lee, warum Siplace? Siplace hat einen exzellenten Ruf und ASMPT hatte die Möglichkeit ein weltweit etabliertes Team zu erwerben, dessen Arbeitsweise für mehr als einem Jahr beobachtet werden konnte. Zudem ist die Restrukturierung bereits abgeschlossen. Was bleibt sind Aufgaben im Bereich Externe Kosten. Alles in Betracht gezogen war Siplace für ASMPT eine strategische Wachstumschance. Wenn wir die externen Kosten erfolgreich minimieren können, dann verbessern wir nicht nur unsere Profitabilität, sondern können so auch noch unseren Marktanteil weiter ausbauen. Eine Reihe von Projekten gibt es bereits. Ich glaube wir sind auf dem richtigen Weg, obwohl es sicherlich noch eine Zeit dauern wird, bis man wirkliche Ergebnisse sehen kann. Veränderungen geschehen nicht über Nacht. Die Ingenieure haben die Veränderungen und Möglichkeiten sehr gut angenommen und erste Prototypen zeugen von einer hervorragenden Kooperation. „Wir haben die ersten Prototypen, wir testen Sie und die Ergebnisse sind sehr vielversprechend. Zudem wollen wir natürlich sicherstellen, dass die Qualität so bleibt, wie das von Siplace erwartet wird. Hier bleibt alles beim Alten. Bei der Qualität wird es keine Kompromisse geben“, ergänzt Günter Lauber. • Und was bedeutet das für den Standort München und die Mitarbeiter hier? Die Produktionsstrategie wird sich nicht grundlegend ändern. Die Anlage in München wird auch weiterhin der Hauptproduktionsstandort bleiben. Die Siplace-Fabrik in Singapore – das Sipalce Assembly Center Asia – wird auch weiterhin Hauptproduktionsstandort für die D-Serie sein. Es macht keinen Sinn in Asien Maschinen für den europäischen Markt zu produzieren. Die geringeren Produktionskosten würden von den höheren Transportkosten 'aufgefressen' werden. Das Gleiche gilt natürlich auch für die andere Richtung. Wir werden die vorhandenen Produktionskapazitäten und -möglichkeiten voll ausschöpfen. Zudem wird München das Entwicklungszentrum für Siplace bleiben. Das hier ansässige F&E-Team wird also das 'Launch-Pad' für neue Maschinen und Module sein. Auf lange Sicht soll der Standort München das europäische ASM Entwicklungszentrum werden. Aber Worte sind geduldig und wir wollten uns doch gern näher umsehen. In der Produktion vielleicht? Kein Problem. Menschen hier. Menschen dort. Menschen eigentlich überall. Die Produktionshalle machte einen fürchterlich geschäftigen Eindruck. „Die Produktionsmitarbeiter sind voll beschäftigt. Das Auftragsbuch ist bis zum Anschlag gefüllt. Es gibt so viel zu tun, dass das Unternehmen den Zeitarbeitern einen 1 Jahresvertrag angeboten hat“, erklärt uns Frank Zimmermann. Sie glauben uns nicht? Dann schauen Sie selbst.
© ASM Assembly Systems / Alle Bilder haben Zoom-Funktion.

Der wichtigste Teil der Zusammenarbeit – und der erfolgreichste – ist die Forschung und Entwicklung. Und wer könnte da besser Auskunft geben als der Chef persönlich? „Wie kann dieser Merger erfolgreich sein? Das war eine Frage, die sich WK Lee schon ganz am Anfang gestellt hat. Viele Deals sind es nicht. Aus meiner Sicht ist das ziemlich bemerkenswert. Ein CEO der eine Akquisition als Langzeitprojekt sieht“, erklärte Josef Ernst als Einstieg. Wenn man es genau überlegt, dann hat Siplace nie wirklich etwas mit Siemens gemein gehabt. Mit ASMPT sieht das schon ganz anders aus. „Das ist nicht nur ein 1+1, sondern wir ergänzen uns sehr gut. Ich bin begeistert, dass – nach nur 3 Monaten der Zusammenarbeit – schon die ersten Erfolge gefeiert werden können. Das zeigt klar und deutlich, dass die Integration nicht nur auf dem Papier stattfindet. Sie wird akzeptiert und gelebt.“ Fazit? 'Supitoll' ist – glaube ich – das richtige Wort.

Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.09.13 14:28 V14.3.11-1