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© ZVEI Elektronikproduktion | 10 Februar 2011

ZVEI: Dynamik bei Aufträgen für Elektroindustrie hält an

Die deutsche Elektroindustrie setzt ihre Aufholjagd nach der Krise 2009 ungebremst fort. Die Auftragseingänge sind im Dezember des vergangenen Jahres um 26 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen. Ausland bleibt Hauptstütze.
Aus dem Inland kamen im Dezember 14 Prozent mehr Bestellungen als ein Jahr zuvor. Die Auslandsorders legten mit plus 38 Prozent erneut deutlich stärker zu. „Damit bleibt das Ausland die Hauptstütze der Erholung“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Im gesamten abgelaufenen Jahr 2010 haben die Auftragseingänge ihren Vorjahresstand um 24 Prozent übertroffen. Sie lagen damit nur noch zehn Prozent unter ihrem 2008er Boomwert.“

Der Umsatz in der Elektrobranche lag im Dezember 2010 um 16 Prozent höher als vor einem Jahr. Die um Preiseffekte bereinigte Produktion stieg im Dezember um 18 Prozent. Im gesamten Jahr 2010 konnte der Umsatz um 14 Prozent auf 165 Mrd. Euro zulegen (2008: 182 Mrd. Euro, 2009: 145 Mrd. Euro). Der Output wuchs um 13 Prozent. „Damit hat die Elektroindustrie bei Umsatz und Produktion in nur einem Jahr die Hälfte der Verluste in der Krise 2009 aufgeholt“, sagte Dr. Gontermann. „Für 2011 erwarten wir ein Produktionswachstum von sieben Prozent und einen Umsatzanstieg auf über 175 Mrd. Euro.“

Die guten Zahlen spiegeln sich im Geschäftsklima in der Elektroindustrie. Dieses ist nach der kurzen Verschnaufpause im Dezember des vergangenen Jahres im Januar 2011 erneut kräftig gestiegen und befindet sich jetzt auf einem – gesamtdeutschen – Allzeithoch. 58 Prozent der Elektrofirmen schätzen ihre Lage als gut bzw. sehr gut ein.
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