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Elektronikproduktion | 27 Januar 2011

Delphi und WiTricity kooperieren

Autozulieferer Delphi geht Allianz mit WiTricity ein, um für E-Autos kabellose Ladesysteme auf den Markt zu bringen.
Der Autozulieferer Delphi und die WiTricity Corp. (USA), ein Pionier der „berührungslosen“ Energieübertragung, haben ein Abkommen über die Entwicklung von kabellosen Ladesystemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge abgeschlossen. Mit der Zusammenarbeit unterstützen beide Unternehmen die Bemühungen weltweit eine Infrastruktur für das sichere und komfortable Laden der E-Auto Batterien aufzubauen.

In dieser Allianz wird die patentierte Energieübertragungstechnik von WiTricity mit den Kompetenzen Delphis zur Entwicklung und Fertigung in globalem Maßstab kombiniert. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal bei der kabellosen Energieübertragungstechnik.

Das Ladesystem verzichtet auf jegliche Kabel und Steckverbindungen. Der Fahrer stellt sein Auto lediglich direkt über der Energiequelle ab, die sich beispielsweise im heimischen Garagenboden oder unter einem reservierten Parkplatz befindet. Der anschließende Aufladevorgang erfolgt vollautomatisch. Das 2007 in USA gegründete Unternehmen WiTricity nutzt dafür eine Technik, die Physiker am MIT (Massachusetts Institute of Technology) zuvor entwickelt haben. Sie basiert auf der Nutzung von Magnetfeldern zur sicheren und effizienten Übertragung von Energie.



Nach Angaben von Eric Giler, dem Geschäftsführer von WiTricity, ermöglicht die Technik eine Übertragungsleistung in Höhe von 3,3 Kilowatt, die das Aufladen eines Hybrid- oder Elektrofahrzeugs genau so einfach macht, wie das Einparken.

Das entspräche etwa der Aufladegeschwindigkeit an einem herkömmlichen 220 Volt Netzanschluss. Giler zu Partnerschaft mit Delphi: „Wir haben unsere Technik speziell für die automobile Anwendung entwickelt. Die Partnerschaft mit Delphi hilft uns, die Technik möglichst schnell in die Serienfahrzeuge zu bringen und eine weltweite Infrastruktur für die Aufladung auszubauen.“

Als Automobilzulieferer der weltweit Entwicklung betreibt, hat Delphi sehr viel Übung darin, viel versprechende Ideen aus dem Labor schnellstmöglich auf die Straße zu bringen. „Wir verfügen über viel Erfahrung bei der Entwicklung und Industrialisierung von Komponenten sowie über umfangreiches Fachwissen bei Hochspannungskomponenten für Hybrid- und Elektrofahrzeuge“, so ein Unternehmenssprecher der deutschen Delphi Tochter, Delphi Deutschland GmbH, Wuppertal.

Im Bergischen Land unterhält Delphi ein Hauptentwicklungszentrum, dass zugleich die E-Mobilitätsaktivitäten des Unternehmens in Europa koordiniert. Wie das US-Mutter Unternehmen engagiert sich auch die Delphi Deutschland GmbH in verschiedenen Forschungsprojekten zu E-Mobilität. Erst im Dezember 2010 wurde der Start eines weiteren gemeinsamen E-Auto Projektes mit der Ruhr-Universität verkündet.

Die Delphi Forscher sind überzeugt, dass die kabellose bzw. induktive und die kabelgebundene Übertragung von elektrischer Energie in Fahrzeuge gleichberechtigt eingesetzt werden wird. Schon allein, damit Fahrzeuge mit der kabellosen Technik auch an konventionellen Aufladestationen angeschlossen werden können. Für diesen Zweck hat Delphi bereits ein Ladekabel für Elektrofahrzeuge entwickelt, das an jeder handelsüblichen 220-Volt-Steckdose eingesteckt werden kann. Dieses Ladesystem gibt es auch in einer Ausführung für Ladestationen.

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