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Elektronikproduktion | 26 Januar 2011

Bosch: 2011 soll Umsatz auf über EUR 50 Milliarden steigen

Die Bosch-Gruppe ist auf ihren Wachstumskurs zurückgekehrt und hat beim Umsatz bereits das Vorkrisenniveau von 2007 übertroffen. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte das Unternehmen nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von EUR 47,3 Milliarden, der damit 24% über dem Vorjahr liegt (2009: EUR 38,2 Milliarden).
„Das ist der höchste Jahresumsatz unserer 125-jährigen Unternehmensgeschichte“, sagte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Auch die Ertragslage der Bosch-Gruppe hat sich deutlich verbessert. Das Ergebnis vor Steuern erreichte 2010 sogar wieder den Zielkorridor von 7 - 8% vom Umsatz nach einem Vorjahresverlust von EUR 1,2 Milliarden.

Erstmals über EUR 10 Milliarden Umsatz in Asien-Pazifik

Haupttreiber für den Aufschwung bei Bosch sind die weltweite Konjunkturerholung, der kräftige Anstieg der weltweiten Automobilproduktion sowie die erhöhte Nachfrage im Maschinen- und Anlagenbau. Ferner wurden deutliche Fortschritte bei der Sanierung von Verlustgebieten erzielt und in Nordamerika wieder die Gewinnschwelle erreicht.

In Asien-Pazifik hat Bosch den Jahresumsatz gegenüber 2009 nominal um 42% gesteigert und damit in der Region erstmals einen Umsatz von mehr als EUR 10 Milliarden erzielt. In Südamerika konnte das Unternehmen um 36% zulegen. Ferner stieg in Nordamerika der Umsatz um 27% und in Europa um 16%, allerdings von einem in diesen Regionen extrem niedrigen Ausgangsniveau. Fehrenbach ergänzte: „In Europa werden wir das Vorkrisenniveau von 2007 voraussichtlich erst wieder 2012/2013 erreichen“.

„Nachhaltig profitieren wir vom steten Wachstum der Schwellenländer Asiens und Südamerikas, wo wir seit vielen Jahren unsere Präsenz ausbauen. Dadurch konnten wir in der Rezession auch in Europa und Deutschland unsere Kernmannschaft an Bord halten. Ein Zusammenhang, der zurzeit allzu gern übersehen wird“, sagte Fehrenbach.

Alle Unternehmensbereiche wachsen zweistellig

Im vergangenen Jahr haben entsprechend der sektoralen und regionalen Erholung alle drei Unternehmensbereiche deutliche Wachstumsraten erzielt. Die Kraftfahrzeugtechnik weist mit einem Umsatzplus von 29% auf rund EUR 28 Milliarden den höchsten Anstieg aus (Vorjahr: EUR 21,7 Milliarden). Auch die Industrietechnik konnte mit einer Erhöhung von 27% auf über EUR 6,5 Milliarden den Umsatz kräftig steigern (Vorjahr: EUR 5,1 Milliarden).

Vom Anstieg entfallen hierbei mehr als EUR 500 Millionen auf die erstmalige Konsolidierung der Mehrheitsbeteiligung an der aleo solar AG, die Bosch Ende 2009 erworben hatte. Der vom Konjunktureinbruch 2008/2009 erheblich weniger betroffene Bereich Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik weist einen deutlichen Zuwachs von etwa 10% auf rund EUR 12,5 Milliarden aus (Vorjahr: EUR 11,3 Milliarden).

Beschäftigtenzahl steigt in 2010 um rund 12'800

Die Zahl der Beschäftigten der Bosch-Gruppe erhöhte sich binnen Jahresfrist weltweit um 4,7% auf rund 283'500 Mitarbeiter. Entsprechend der Marktentwicklung wuchs die Zahl der Mitarbeiter in Asien-Pazifik mit rund 7'500 neuen Arbeitsplätzen am stärksten. Aber auch in Deutschland stieg die Zahl um rund 1'900 Mitarbeiter auf über 113'600. „Wenn sich die Wachstumsdynamik so fortsetzt, wird Bosch bis Ende 2011 rund 300'000 Menschen beschäftigen. Wir haben allein Bedarf an über 9'000 Hochschulabsolventen, davon 1'200 in Deutschland“, erläutert Fehrenbach.

Mitarbeiter erhalten hohe Erfolgsprämie und Jubiläumsbonus

Infolge des guten Jahresergebnisses 2010 wird das Unternehmen den Tarifmitarbeitern in Deutschland eine Erfolgsprämie bis zur Höhe etwa eines halben Monatsgehalts auszahlen. Das ist die höchste Erfolgsprämie bei Bosch seit vielen Jahren. Ferner bekommen anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Unternehmens alle Beschäftigten weltweit einen einmaligen Treuebonus abhängig von den Dienstjahren. Das Gesamtvolumen der Jubiläumszahlung beläuft sich auf rund EUR 180 Millionen.

Forschungs-, Entwicklungs- und Investitionstätigkeiten weiter erhöht

Bosch hat 2010 auch seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 11% erhöht. Sie liegen bei rund EUR 4 Milliarden (Vorjahr: EUR 3,6 Milliarden). Davon wurde fast jeder zweite Euro für neue ressourcen- und umweltschonende Produkte und Dienstleistungen eingesetzt. Die hohen Investitionen in Höhe von EUR 2,4 Milliarden (Vorjahr: EUR 1,9 Milliarden) führten unter anderem in Deutschland zum Hochfahren einer Solarzellenproduktion in Arnstadt. Im Südkorea wurde zusammen mit Samsung SDI eine Batteriezellenproduktion für Hybrid- und Elektroantriebe gestartet, in Singapur ein neues Forschungszentrum eingeweiht und in China der Grundstein für eine neue leistungsfähige Teststrecke gelegt.

Fortsetzung des globalen Aufschwungs in 2011 erwartet

Für 2011 rechnet Bosch mit einer Fortsetzung des globalen Aufschwungs, der allerdings an Dynamik verlieren und zu einem Gesamtwachstum von rund 3,5% führen wird. Der Hauptimpuls wird weiter von den Schwellenländern mit durchschnittlich mehr als 6% Wachstum ausgehen. Dagegen wird die Wirtschaft in Europa nur mit 1 - 2% wachsen, wobei Bosch für Deutschland ein Wachstum von mindestens 2% erwartet.

Auch für die USA ist das Unternehmen zunehmend zuversichtlich. Aufgrund einer Erhöhung der Exporte sowie einer anziehenden Beschäftigung und Inlandsnachfrage rechnet Bosch in den USA mit einem Wachstum von mehr als 3%. Als Hauptrisiken sieht das Unternehmen die noch nicht überwundenen Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise und die weitere Wechselkursentwicklung. „Jetzt ist die Solidarität Europas gefordert. Doch die Hilfe an die Länder kann nicht bedingungslos erfolgen“, kommentierte Fehrenbach.

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