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Leiterplatten | 25 Januar 2011

AT&S profitiert vom globalen Aufschwung

Das gute Weihnachtsgeschäft im Smartphone- und Tablet-Bereich sowie die starke Nachfrage seitens der Automobilzulieferindustrie bestätigen den weltweiten Wirtschaftsaufschwung. Davon profitieren auch die AT&S-Werke, die weiterhin eine sehr hohe Auslastung fahren.
Zus√§tzlich geht der weitere Kapazit√§tsausbau in China - im Oktober wurde die elfte neue, hochwertige HDI Linie er√∂ffnet - z√ľgig voran. Insgesamt haben sich die ersten neun Monate damit wesentlich besser entwickelt als erwartet. Zwar sind die Nettoerl√∂se im Dezember auf Grund der Feiertage leicht r√ľckl√§ufig, dennoch liegen die kumulierten Ums√§tze mit rund EUR 365 Millionen Umsatz klar √ľber den internen Erwartungen. Der kumulierte Gewinn betr√§gt in den ersten 9 Monaten EUR 1,27 pro Aktie.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) f√ľr die ersten neun Monate bel√§uft sich - bereinigt um au√üergew√∂hnliche Aufwendungen - auf EUR 40,3 Mio., was einem Gewinn pro Aktie von rund EUR 1,27 entspricht. "Da die enorme Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten im Mobilfunksegment nach wie vor nicht vollst√§ndig bedient werden kann, l√§uft der weitere Kapazit√§tsausbau in Shanghai mit h√∂chster Priorit√§t", erkl√§rt CEO Andreas Gerstenmayer. "Erfreulich ist aber auch die weltweite Erholung bei den Autozulieferern und in der Industrie, was zu zus√§tzlichen Auftr√§gen in Indien und √Ėsterreich gef√ľhrt hat."



Negativ wirken sich im Moment der weiterhin steigende Preisdruck bei den Rohstoffen und die noch immer hohe Verunsicherung auf den W√§hrungsm√§rkten aus. Au√üerdem musste f√ľr den Abgang von Vorstand Steen Hansen eine R√ľckstellung in der H√∂he von rund EUR 1,9 Millionen gebildet werden. Damit summieren sich die au√üergew√∂hnlichen Belastungen in den ersten neun Monaten auf rund EUR 2,7 Mio., dennoch konnte die EBIT Margin kumuliert bei 10,3% gehalten werden.

Ausblick

"Kurzfristig bin ich mir sicher, dass wir die an den Finanzmarkt kommunizierten Erwartungen erf√ľllen werden", erl√§utert Gerstenmayer. "So werden wir, was die Nettoums√§tze betrifft, innerhalb der angegebenen Bandbreite von EUR 470-500 Mio. zum liegen kommen, zumal das 4. Quartal auf Grund der Feiertage in China traditionell am Umsatzschw√§chsten ist. Die EBIT Margin wird sich ebenfalls im Rahmen der kommunizierten Gr√∂√üenordnung von > 9% bewegen, wenn ich mir die Entwicklung auf den Rohstoff- und die hohe Volatilit√§t auf den W√§hrungsm√§rkten anschaue. Bez√ľglich Investitionsvolumen von ca. EUR 130 Mio. und dem damit einhergehenden Verschuldungsgrad sollten wir im angegebenen Bereich von unter 80% Net Gearing bleiben. Ich erwarte mit daher bis Ende des Jahres keine √úberraschungen, zumal sich die Weltwirtschaft auch nachhaltig zu erholen scheint."

Mittelfristig ist jedoch mit einigen Herausforderungen zu rechnen, denen sich die AT&S Gruppe stellen muss. "So sehe ich auf allen Märkten - sei es im Mobilfunkbereich, in der Autozulieferindustrie oder in der Medizintechnik - einen hohen Bedarf an hochwertigen Leiterplatten. Die Konkurrenz in Asien schläft nicht und investiert nicht nur in billigen Kapazitätsausbau, sondern vermehrt auch in hochwertige HDI Technologie.

Ein Trend, den wir sehr genau beobachten. Wir besch√§ftigen uns daher gerade sehr eingehend mit diesen Entwicklungen und den strategischen Implikationen, die sich daraus f√ľr uns ergeben". So sch√§tzt Gerstenmayer die Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten weiterhin als stark ein und rechnet mit bis zu 10% j√§hrlichen Wachstumsraten in den n√§chsten 24 Monaten. "Wir evaluieren gerade verschiedene m√∂gliche Standorte f√ľr ein neues Werk in Asien. Mit aussagekr√§ftigen Ergebnissen unseres Expertenteams rechne ich in absehbarer Zeit", sagt Gerstenmayer.
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