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Elektronikproduktion | 13 August 2010

Strategische Neuausrichtung der Xenterio GmbH

Xenterio als ein deutschen Unternehmen in der Industrie der Elektronikproduktionsdienstleitung (EMS) hat in dieser Woche den Mitarbeitern seine Planungen zur strategischen Neuausrichtung des Unternehmens bekannt gegeben.
In der gestrigen Betriebsversammlung wurde mitgeteilt, dass es unvermeidbar ist, sich von ca. 220 Mitarbeitern zu trennen. Die Unternehmensleitung ist mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft in intensiven Gesprächen zur Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen.

„Nur so können wir der Entwicklung der Gesamtsituation angemessen Rechnung tragen und unser Unternehmen nachhaltig auf den Gewinn- und Wachstumspfad zurückführen“, so Hans-Joachim Hermann, Geschäftsführer der Xenterio GmbH in Offenburg.

Die vorgestellte neue Struktur des Unternehmens, sowie das tragfähige Zukunftskonzept geben Xenterio die notwendige Stärke und Flexibilität, dem aktuellen Auftragsbestand und der wieder ansteigenden Nachfrage von Bestands- und Neukunden gerecht werden zu können. Inzwischen wurden wachstumsstarke und zukunftsträchtige Marktsegmente identifiziert und Xenterio erfolgreich in diesen Märkten platziert.

Mittel- und langfristig ist das Unternehmen damit wieder auf eine solide wirtschaftliche Basis gestellt. Anpassungen in der Unternehmensstruktur sind dabei jedoch unausweichlich.

"Wir versichern unseren Kunden und Geschäftspartnern, während und erst recht nach der Neuausrichtung, weiterhin ein zuverlässiger und aktiver Partner zu sein", heisst es weiter.
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Zum Hintergrund: Xenterio wurde im Dezember 2007 vom damaligen Eigentümer Elcoteq (global agierender EMS-Dienstleister) an den heutigen Eigentümer Bavaria Industriekapital AG mit Sitz in München verkauft und später in Xenterio GmbH umbenannt.

Auch nach der Übernahme belieferte Xenterio im wesentlichen die drei Großkunden der Telekommunikationsindustrie, die bekannterweise seit Jahren unter enormem Kostendruck steht. Bekanntestes Beispiel ist ein namhaftes finnisches Unternehmen, das 2008 sein Werk in Bochum schloss und nach Rumänien verlagerte.

So haben auch Großkunden von Xenterio in 2008 damit begonnen, die laufenden Projekte von Offenburg nach Osteuropa oder Asien zu verlagern. Mit der Übernahme durch Bavaria wurden die Prozesse und Kostenstrukturen angepasst, jedoch konnte dem Wegfall der Großkunden nicht annähernd adäquates Volumen in der kurzen Zeit entgegengesetzt werden.

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