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Elektronikproduktion | 29 Juli 2010

Brasilien - Markt für Medizintechnik

Brasilien lässt die Krise hinter sich und befindet sich wieder auf dem Wachstumspfad mit Steigerungsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zwischen 5% - 6%.

Das Krisenjahr 2009 überstand Brasilien mit einem minimalen BIP-Rückgang von -0,2%, ansonsten aber ohne große Schäden auf dem Arbeitsmarkt, beim Investitions- oder Konsumklima. Dass die Krisenschäden in Brasilien vergleichsweise gering ausfielen, lag an der konsequenten Stabilitätspolitik von Regierung und Zentralbank, dem streng regulierten Bankensystem und dem starken Binnenmarkt. Laut GTAI (Germany Trade & Invest) erzielen internationale Unternehmen in Brasilien in vielen Branchen die weltweit besten Ergebnisse. Neben Konsumgütern besteht eine hohe Nachfrage nach innovativen Hightech-Produkten wie z. B. nach Automatisierung, Medizintechnik und Sicherheitstechnik sowie nach Ausrüstung für den Öl- und Gassektor. Ebenso ist die Wasser- und Abfallwirtschaft ein aussichtsreiches Geschäftsfeld. Der brasilianische Außenhandel war im Jahr 2009 aufgrund der allgemeinen Wirtschaftskrise rückläufig, wobei die Ausfuhren um ca. 17% und die Einfuhren um über 18% zurückgingen. Der Außenhandelsüberschuss erreichte im Jahr 2009 eine Höhe von EUR 13,9 Milliarden. Zu den wichtigsten Ausfuhrgütern Brasiliens (2009) zählen mit einem Anteil von 9,1% Maschinen, Eisenerz (8,7%), Erdöl (8,2%), Ölsaaten (7,5%), Fleisch (7,5%), Zucker (5,5%) sowie Kfz und -Teile (5,3%). Die wichtigsten Einfuhrgüter für den brasilianischen Markt waren im abgelaufenen Jahr Maschinen (14,7%), Erdöl (11,1%), chemische Erzeugnisse (10,7%), Elektrotechnik (10%), Elektronik (9,6%) sowie Kfz und -Teile (8,9%). Wichtigster Lieferant für den brasilianischen Markt blieben die USA vor China, Argentinien und Deutschland. Im Jahr 2009 gingen die deutschen Einfuhren (7 Mrd. Euro) aus Brasilien um 25,5% zurück. Die deutschen Ausfuhren nach Brasilien (7,2 Mrd. Euro) nahmen um nur 17% ab. Wichtigste deutsche Ausfuhrgüter waren im vergangenen Jahr Maschinen (27% Anteil), chemische Erzeugnisse (19%), Elektrotechnik und Elektronik (14%) sowie Kfz (12%). Seit 2003 haben sich die Exporte der deutschen medizintechnischen Industrie nach Brasilien nahezu verdreifacht, unbeeinflusst vom weltweiten Rückgang im letzten Jahr. In 2009 wurden von deutschen Herstellern elektromedizinische Geräte im geschätzten Wert von 105 Millionen Euro nach Brasilien exportiert. Der deutsche Markt für Medizintechnik steht weltweit bereits an dritter Stelle nach den USA und Japan. Das Auslandsgeschäft deutscher Hersteller in diesem Bereich macht mittlerweile mehr als 50% des Gesamtumsatzes aus. Steigende Ausgaben im Gesundheitsbereich sind Anlass für wachsende Besorgnis aller Länder mit großem Bevölkerungswachstum. Die Leistungsfähigkeit von Gesundheitsversorgungssystemen durch Investitionen in innovative medizinische Technologien zu erhöhen, ist eine Strategie zur Lösung dieser Aufgabe. Diese Innovation kann einen beträchtlichen Beitrag zur Steuerung der Gesundheitsausgaben leisten. Eine weitere gute Möglichkeit zu schnelleren oder verbesserten Behandlungsverfahren in Brasilien liegt in der Reorganisation der Arbeitsabläufe in Krankenhäusern und anderen Gesundheitszentren. Deutsche Hersteller bieten alle notwendigen Technologien, um Arbeitsabläufe zu reorganisieren und zu verbessern. Der Erfolg im medizintechnischen Bereich ist ein Zeichen internationaler Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Medizintechnik. Zwei Drittel des Gesamtumsatzes wird mit Produkten realisiert, die jünger als drei Jahre alt sind.
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2019.11.12 07:31 V14.7.10-1