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Elektronikproduktion | 13 Juli 2010

Kathrein: Neues Messfeld in der Nicklheimer Filze

Kathrein investiert fĂŒr ein neues Messfeld zur Entwicklung von Auto-Antennensystemen in der Nicklheimer Filze im Gemeindebereich von Raubling ĂŒber EUR 1 Million.
Kathrein musste nach ĂŒber 43 Jahren im Rahmen des "LIFE"-Projektes am bisherigen Standort in der Panger Filze einen Standortwechsel vollziehen, da der alte Standort geflutet wurde. "Mit tatkrĂ€ftiger UnterstĂŒtzung durch den Landkreis Rosenheim und der Gemeinde Raubling sowie dem Engagement von Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und den Bayerischen Staatsforsten konnte," so Prof. Kathrein, "fĂŒr das fĂŒr unseren bayerischen Heimatstandort technologisch und wirtschaftlich wichtige Messfeld gemeinsam eine neue Heimat gefunden werden." Prof. Dr. Kathrein: "Zur Sicherung des GeschĂ€ftsfeldes und der ArbeitsplĂ€tze der dazugehörigen 770 Mitarbeiter in der Kathrein-Firmengruppe stellt die Errichtung des neuen Messfeldes eine unabdingbare Voraussetzung dar." Zwei Grundvoraussetzungen fĂŒr die Planung des Messfeldes: Es darf nicht von Passanten einsehbar, da hier Erlkönige, also Prototypen, ausgemessen werden und das Gebiet muss möglichst frei von sonstigen Funk- und Radiodiensten sein, um die Messungen nicht zu verfĂ€lschen. Zwei GebĂ€ude in Holzbauweise sollen errichtet werden. Otto Elsner, Leiter des GebĂ€ude-Managements bei Kathrein: "In einem der GebĂ€ude werden Fahrzeugantennen vermessen. Das andere GebĂ€ude ist als BetriebsgebĂ€ude ausgerichtet. Hier ist eine StellflĂ€che fĂŒr zwei Fahrzeuge und die ArbeitsplĂ€tze fĂŒr die Messungen an den Fahrzeugen auf zwei Drehtellern geplant." "Auch hier bleiben wir dem Klimaschutz treu", betonte Prof. Dr. Kathrein: "Zur Beheizung der beiden GebĂ€ude werden wir eine Luft-Wasser-WĂ€rmepumpe installieren und natĂŒrlich wird auch eine Photovoltaik-Anlage zur UnterstĂŒtzung des Energiebedarfes integriert." Beim Spatenstich fĂŒr das Kathrein-Messfeld in der Nicklheimer Filze (v.l.): Tirols LandtagsvizeprĂ€sident Mag. Hannes Bodner, Unternehmer Prof. Dr. Dr. h.c. Anton Kathrein, Landrat Josef Neiderhell, Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner, Raublings BĂŒrgermeister Olaf Kalsperger und Reinhard Strobl von den Bayerischen Staatsforsten. Die Baumaßnahmen selbst werden nicht unproblematisch sein. Wegen des Moorbodens ist selbst fĂŒr die Bewegung der Raupenfahrzeuge fĂŒr die Aushubarbeiten der Straßen und Fundamente schwierig. Die Bodenplatten der Drehteller und der GebĂ€ude mĂŒssen auf BohrpfĂ€hle gesetzt werden. Insgesamt 56 PfĂ€hle mit einem Durchmesser von 60 cm und einer Tiefe bis zu 18 m mĂŒssen verbaut werden. Um eine reflexionsfreie Messung zu gewĂ€hrleisten, mĂŒssen die alten AblaufkanĂ€le geöffnet und neue SeitenkanĂ€le gegraben werden. Die geplante Maßnahme in der Nicklheimer Filze fĂŒgt sich in die Strategie Kathreins im Wachstumsumfeld der Automotive-Industrie ein. Erst zum Jahresende 2009 hatte Kathrein das Antennen- und Automotive-GeschĂ€ft aus der Blaupunkt-Gruppe erworben. Die neue Kathrein-Tochterfirma Blaupunkt Electronic GmbH in Amerang hat einen Entwicklungsstandort in Hildesheim sowie ProduktionsstĂ€tten in Portugal und China. Prof. Dr. Kathrein: "Kathrein-Automotive beschĂ€ftigt ĂŒber 770 Mitarbeiter mit einem geplanten Umsatz in 2010 von 116 Mio. Euro. Mit den Marken Kathrein in Europa und unserer 100-prozentigen Tochter Olimpus in Brasilien sind wir Global Player fĂŒr Fahrzeug-Antennensysteme und eindeutig die Nummer 1 in Europa."
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-2