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Elektronikproduktion | 07 Juli 2010

'Zombie-Unternehmen’ – Chance & Gefahr für Elektronik-Fertigung in UK

Es gibt genau 102 EMS-Unternehmen in Großbritannien, die man getrost als 'Zombie-Unternehmen' bezeichnen kann. Sie existieren um Schulden zu bezahlen, so dass sie existieren können, um …
"Diese Unternehmen sind in einem echten Zustand. Sie schreiben wachsende Verluste und erhöhen—trotz der offensichtlichen Kreditsperre—weitere ihre Schulden. Es sind Zombie-Unternehmen. Sie existieren, um die aus dem Ruder geratenen Schulden zu tilgen. Viele versuchen auch die eigenen Schulden über ihre Lieferanten zu finanzieren. Das Begleichen von Rechnungen wird oft sehr viel länger hinausgeschoben (Branchendurchschnitt ist 32 Tage)", erklärte David Pattison, Autor der neuesten Plimsoll Analysis im EIPC-Newsletter. Die Produktivität dieser Unternehmen liegt unter dem Branchendurchschnitt und der Wettbewerb mit anderen Unternehmen gestaltet sich als schwierig. Als Konsequenz wurden alle Investitionen auf unbestimmte Zeit verschoben, was wiederum die Konkurrenzfähigkeit dieser Unternehmen weiter behindert. Nicht alle diese Unternehmen werden in der Lage sein zu überleben, erklärt der Analyst. Jedoch müssen auch die Glücklichen eine Menge Schmerzen auf sich nehmen. Das Wichtigste ist, die „Finanzen in Ordnung zu bringen“. Je länger es dauert diese wichtigen Fragen zu lösen, desto härter und unwahrscheinlicher wird es diese jemals zu lösen, ist Herr Pattison überzeugt. Doch für andere Unternehmen könnte ein solcher ‚Zombie’ durchaus zu einem attraktiven Übernahmeziel werden. Die Plimsoll Industry Analysis - Electronics Manufacturers hat 59 solcher Unternehmen ausgemacht. Und über diejenigen, die keinen Käufer anlocken konnten, heißt es von Herrn Pattison, "Für die meisten ist einfach die Zeit gekommen und eine Kombination aus alternden Vermögenswerten, steigenden Verlusten und Schulden mache es unwahrscheinlich, dass man einen Käufer finden kann—bevor der Konkursverwalter in Erscheinung tritt. Sie müssen wieder mit ihren Kreditgebern verhandeln—um mehr Zeit zu haben—aber die Zukunft sieht sicherlich nicht rosig aus.“
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