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Allgemein | 22 Juli 2010

71% der Hightech-Firmen erwarten Umsatzplus

Im Hochtechnologiesektor hellt sich die Stimmung weiter auf: Die Erwartungen der BITKOM-Branche sind auch im 2Q/2010 gestiegen. 71% der Anbieter von Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) rechnen fĂĽr das laufende Jahr mit Wachstum.
Am optimistischsten sind Softwarehäuser und IT-Dienstleister. Aber auch die zuletzt gebeutelten Anbieter von Kommunikationstechnik erwarten zu 62 Prozent steigende Erlöse. "Wir rechnen für 2010 mit einem positiven Geschäftsverlauf, die Nachfrage wird weiter steigen", kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die neuen Zahlen. 69% der Unternehmen melden bereits für das zweite Quartal steigende Zahlen. Der BITKOM-Index zur Lage der ITK-Branche machte im zweiten Quartal einen erneuten Sprung um 13 Punkte auf 48 Punkte und liegt nunmehr wieder deutlich über Vor-Krisen-Niveau. Ende 2009 lag er noch bei minus 6 Punkten. BITKOM rechnet für die ITK-Branche in diesem Jahr mit Umsätzen von EUR 140 Milliarden. Aufgrund der positiven Geschäftsaussichten planen viele Unternehmen Neueinstellungen. 53% der Firmen wollen ihr Personal im laufenden Jahr verstärken, 30% möchten es auf dem aktuellen Niveau halten und lediglich 17% rechnen mit Stellenkürzungen. "Neue Mitarbeiter werden – parallel zum Marktwachstum – vor allem in den Bereichen Software und IT-Services gesucht", erläutert BITKOM-Präsident Scheer. Derzeit gibt es mehr als 20.000 offene Stellen für ITK-Spezialisten. Jedes dritte Unternehmen gibt an, dass der Expertenmangel seine Geschäftstätigkeit bremst. Inzwischen hat sich die ITK-Branche auf den vorderen Plätzen innerhalb der deutschen Industrie etabliert. Im Vergleich mit dem Maschinenbau, der Automobil-, Elektro- und chemischen Industrie sowie der Ernährungswirtschaft steht die ITK-Branche auf Platz 1 bei der Bruttowertschöpfung. In Sachen Arbeitsplätze belegt die ITK-Branche den 2. Platz nach dem Maschinenbau – mit 846.000 Beschäftigten im Jahr 2009. "Unser junger Wirtschaftszweig hat in kürzester Zeit herausragende Bedeutung gewonnen", kommentiert Scheer. "Die BITKOM-Branche wird weiter zulegen." In den kommenden Jahren müssen aus Scheers Sicht wichtige Infrastrukturen durch IT intelligent gemacht werden: Verkehrssystem, Energie- und Behördennetze sowie das Gesundheits- und Bildungssystem. Dafür sei eine Infrastruktur-Initiative nach dem Vorbild des Breitband-Ausbaus nötig, die von Politik und Wirtschaft gemeinsam vorangetrieben werde. Zudem sei eine wirtschaftsorientierte Internet-Politik nötig. Scheer: "Hightech-Politik darf nicht länger ein Spielfeld zur parteipolitischen Taktiererei und kurzfristigen Profilierung Einzelner sein. Wir brauchen einen strategischen Ansatz und den Schulterschluss zwischen den Verantwortlichen. Heute arbeiten oft mehrere Ministerien an denselben Themen, und zahlreiche Gesetze regeln dieselben Fragen der digitalen Welt. Wir brauchen ein einheitliches Konzept." Positiv bewertete Scheer die Gesprächsreihe von Bundesinnenminister de Maizière zur Netzpolitik, die vergangene Woche zu Ende ging. "Innenminister de Maizière hat die bisher umfassendste Einschätzung zur Internetpolitik vorgelegt, die von der Bundesregierung bislang zu sehen war. Damit hat er die Grundlagen für die anstehenden politischen Richtungsentscheidungen gelegt."
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