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Elektronikproduktion | 09 Juni 2010

Foxconn will Preise anheben

Der EMS-Dienstleister Foxconn plant seine Preise zu erhöhen, um die bereits angekündigten Lohnerhöhungen in seinen chinesischen Produktionsstätten ausgleichen zu können.

Foxconn Führungskräfte sind zuversichtlich "noch in diesem Monat mit den Kunden einen Konsens zu erreichen", heisst es in einem Bericht von Reuters. Der EMS-Dienstleister erklärte zudem, dass man sich nach anderen Standorten in Taiwan umschauen werde. Ein Teil der chinesischen Produktion soll in automatisierte Produktionsanlagen in Taiwan verlagert werden. Was für eine Art von Produktion, wann und wieviel verlagert werden soll, wurde noch nicht bekanntgegeben. Die Lohnerhöhungen, welche im July und im Herbst wirksam werden, können dadurch frühestens im 4Q/2010 oder 1Q/2011 Auswirkungen auf die Gewinne haben. Branchenriesen wie Apple und HP waren in der Lage die Preiserhöhungen zu absorbieren, andere "Markteilnehmer mit niedrigeren Margen, wie etwa Dell, könnten zu einem gewissen Grad unter Druck geraten", wird Shaw Wu, Analyst bei Kaufman Bros, in einem Reuters-Artikel zitiert. Er erklärte auch, dass Foxconn darauf achten müsste, die Kunden und Verträge nicht an seine Konkurrenten zu verlieren. In einer gesonderten Ankündigung erklärte der EMS-Riese, dass man keine Entschädigung an die Familien von Opfern zahlen werden, die über die gesetzlichen Bedingungen hinausgehe. Man habe Beweise, dass einige der Opfer sich aus diesem Grund das Leben genommen haben, schreibt die chinesiche Nachrichtenagentur Xinhua. Die meisten Familien erhielten mehr als CNY 100'000 (rund EUR 12'200).
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