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Elektronikproduktion | 27 Mai 2010

Selbstmorde außer Kontrolle geraten

Die Selbstmorde beim EMS-Dienstleister Foxconn haben scheinbar ein neues—alarmierendes—Ausmaß erreicht. Mehreren Medienberichten zufolge soll es 3 weitere Vorfälle gegeben haben. Aber wer ist eigentlich verantwortlich?—Foxconn? Die Arbeitsbedingungen? Die Berichterstattung? Oder doch ganz andere Sachen?

Der Newsblog chinaSmack berichtet von einer Twitter-Meldung über einen möglichen Doppelselbstmord (Nummer 14 & 15). Heute früh kamen Meldungen über den Tod einer jungen Mitarbeiterin (Nummer 13). All dies nur wenige Stunden nachdem Foxconn Chef Terry Gou und einige Journalisten auf einer Fabrikbesichtigung in Shenzhen waren. Die neueste Nachricht in dieser langen Reihe von tragischen Ereignissen: ein möglicher Selbstmörder auf de, C3 Gebäude des Campus in Shenzhen. Allerdings scheint die Berichterstattung in den chinesischen Medien abrupt gestoppt worden zu sein und die Spekulationen und Gerüchte nehmen immer größere Ausmaße an. Ist die Tatsache, dass über diese Vorfälle berichtet wird erst der Auslöser der Selbstmorde? Sollten wir ganz mit der Berichterstattung aufhören? Foxconn würde dem wahrscheinlich zustimmen, da das Unternehmen nur noch unwillig auf Anfragen reagiert. Einige Journalisten behaupten, dass die von Foxconn gezahlte Entschädigung (an die Familien der Opfer) der Auslöser dieser Selbstmorde ist. So sollen einige Familien eine Entschädigung von CNY 400'000 erhalten haben (rund EUR 47’000) + CNY 30'000 jährliche Rente (rund EUR 3’500). Die stellt für die Wanderarbeiter—die meisten der Foxconn-Mitarbeiter gehört in diese Kategorie—ein Vermögen dar. Sollte an diesem Gerücht auch nur ein Hauch von Wahrheit sein, dann sind diese Selbstmorde noch sehr viel tragischer. Ein wirklich erschreckendes Abbild unserer Gesellschaft. Menschenrechtsgruppen sehen in den schlechten Arbeitsbedingungen und dem schlechten sozialem Netzwerk den Hauptgrund für diese Ereignisse.
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