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Elektronikproduktion | 14 Mai 2010

Foxconn: Mönche sollen religiösen Ritus durchführen

In Reaktion auf die jüngsten Selbstmorde beim EMS-Dienstleister Foxconn, will das Unternehmen nun 30 angesehene Mönche einladen. Diese sollen religiöses Ritual durchführen ’um Unglück zu vertreiben und die Seelen aus dem Fegefeuer zu befreien’.
"Die Familien der Opfer haben uns gebeten, die Toten zu segnen und deren Seelen von den Qualen zu befreien. Wir werden alles tun, um die Familien zu trösten und solche Geschehnisse in Zukunft zu verhindern", erklärte Liu Kun, Direktor der Foxconn Pressestelle, in einem Artikel der China Daily. Foxconn hat bereits ein Management-Zentrum eingerichtet, dass den Mitarbeitern bei psychischen Problemen helfen soll. Zudem bedauert das EMS-Unternemen die Selbstmorde seiner Mitarbeiter, erklärte der Sprecher weiter. Die Zahl der Selbstmorde ist—für ein Unternehmen von Foxconns Grösse—jedoch nicht besonders hoch. Fan Fumin, Professor und stellvertretender Vorsitzender des Department of Psychology an der Tsinghua-Universität, erklärte, dass ein ähnliches Verhältnis (2-3 pro 100'000) auch unter College-Studenten zu verzeichnen ist. Die Tatsache, dass das Verhalten augenscheinlich kopiert wurde, macht die Selbstmordserie bei Foxconn jedoch sehr beunruhigend. Interventionen hätten sehr viel früher stattfinden müssen, erklärte er weiter.
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