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Elektronikproduktion | 12 Mai 2010

5Q/5A: ElectronicNetwork hat mitgemacht

Klaus Kroesen, CEO des deutschen EMS-Dienstleisters EN ElectronicNetwork, hat sich an unserer Interview-Reihe beteiligt. Hier sind seine Antworten.

• Wo sehen Sie die europäische EMS-Industrie in 2-3 Jahren? Der Markt der europäischen EMS Industrie wieder wachsen. Nicht nur, weil verstärkt nach der Regel „in der Region für die Region“ produziert wird, sondern auch, weil Gesamtkosten betrachtet werden sowie Qualität, Flexibilität, Kommunikation und Schnelligkeit immer mehr an Bedeutung gewinnen. Des Weiteren werden sich OEMs nach 2009 wieder die Make or Buy Frage stellen, was uns zugute kommen wird. Europa wird weiterhin ausgewählte Märkte bedienen, keine Massenmärkte und das ist auch gut. Deswegen ist und bleibt Europa ein attraktiver Standort für unsere Kunden und somit auch für uns als EMS Anbieter. • Welches Industriesegment hat das größte Wachstumspotential für Sie als EMS-Dienstleister? Wir sehen das größte Wachstumspotential in der regenerativen Energie-, Medizin- und Industrietechnik, aber auch Automotive wird in den nächsten Jahren spannend werden. • In welchen Bereichen spürt Ihr Unternehmen den größten Wettbewerb? Wir spüren den Wettbewerb in jeglichen Bereichen und Branchen, sowie aus jeglichen Ländern und Regionen und das soll auch so bleiben, denn nur auf diese Weise kann man sich nachhaltig weiterentwickeln. Aus diesem Grund haben wir uns neu aufgestellt und können mit unseren Business Units schneller und unkomplizierter auf Kundenwünsche reagieren. Jede Business Unit ist auf eine bestimmte Kundengröße ausgelegt und hat sich darauf, sowie auf die unterschiedlichen Anforderungen der Branchen, spezialisiert. Des Weiteren führen wir Lean Projekte auf allen Ebenen des Unternehmens durch, um effektiver und effizienter zu sein. Ein weiterer wichtiger Schritt ist unsere neue Einkaufskooperation mit der Connect Group, die es uns ermöglicht unseren Kunden noch wettbewerbsfähigere Angebote zu unterbreiten, die wir nun auch in Low Cost fertigen können. • Ist eine Entwicklung zum ODM-Unternehmen der Weg nach vorn? Wir bieten unseren Kunden unsere Entwicklungsdienstleistungen an, helfen bei der Umsetzung einer Produktidee hinsichtlich einer zeitnahen und kostengünstigen Serieneinführung, aber die Rechte an der Entwicklung und Produkt bleiben immer beim Kunden. Eigene Entwicklungen vermarkten, wird nicht unser Weg sein. • Wie würden Sie die Beziehung von EMS-Dienstleister und OEM-Kunde definieren? Dabei kommt es ganz auf den Kunden an. Wir sehen diese Konstellation im Idealfall als eine Partnerschaft an. Diese fängt bei unterstützenden Arbeiten in der Entwicklung an, geht auch über die Obsolete Analyse der zu verwendeten Bauteile, in die Prototypen- und Serienfertigung bis hin zum Produktauslauf. Allerdings ist zu beachten, dass besonders in der Zeit der Allokation von Bauelementen eine Partnerschaft von entscheidender Bedeutung ist, um möglichen Engpässen bereits frühzeitig entgegen zu wirken und um weiterhin optimale, kundenspezifische Logistiklösungen anbieten zu können.
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