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Elektronikproduktion | 31 März 2010

Dätwyler: vorsichtig optimistisch für 2010

Die Dätwyler Gruppe hat sich 2009 in einem schwierigen Umfeld ansprechend geschlagen, schreibt das Unternehmen. Während der Nettoumsatz um 14.0% auf CHF 1'113.4 Mio. zurückging, reduzierte sich das Nettoergebnis im Vergleich zum Rekordjahr 2008 um 47.8% auf CHF 57.2 Mio.

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, hat Dätwyler im Berichtsjahr die Kostenstrukturen – wo nötig – an das veränderte Marktumfeld angepasst. Neben dem Abbau von temporären Mitarbeitenden sowie der Einführung von Kurzarbeit war in den Konzernbereichen Gummi und Technische Komponenten die Reduktion des Personalbestands im In- und Ausland – zum Teil auch durch Kündigungen – nicht zu vermeiden. Dank der raschen Umsetzung der Kostensenkungsmassnahmen hielt sich der Rückgang beim Betriebsergebnis (EBIT) im Rahmen. Die Zentralisierung der Logistik und die Schliessung der lokalen Verkaufstellen im Fachhandel verursachten Restrukturierungskosten, Sonderkosten und Impairments von CHF 19.5 Mio. Als Folge fiel das Betriebsergebnis im Vergleich zum Rekordwert des Vorjahres um 47.5% auf CHF 70.4 Mio. (Vorjahr CHF 134.2 Mio.). heisst es weiter. Damit belief sich die EBIT-Marge auf 6.3% (Vorjahr 10.4%) Die im Vergleich zum ersten Halbjahr gesteigerte operative Ertragskraft zeigt, dass sich die tiefere Kostenbasis bereits positiv auswirkte. Auf Stufe Nettoergebnis resultierte für das Gesamtjahr ein Rückgang um 47.8% auf CHF 57.2 Mio. (Vorjahr CHF 109.6 Mio.). Angesichts der leichten Konjunkturerholung sowie der intakten Zukunftsaussichten der Dätwyler Gruppe beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Dividende von CHF 1.20 pro Inhaberaktie und CHF 0.24 pro Namenaktie. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 32.3%. Unterschiedliche Entwicklung der Konzernbereiche Die einzelnen Konzernbereiche zeigten stark unterschiedliche Entwicklungen. So war der Konzernbe-reiche Kabel mit einer negativen Umsatzentwicklung von minus 19.0% konfrontiert. Auf der Basis der Kupferpreise aus der Vorjahresperiode belief sich der Rückgang auf minus 14.5%. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde 2009 durch Bewertungseffekte der Kupfervorräte beeinflusst und stieg um 25.7%. Auf der ope-rativen Ebene vor den Effekten der Vorratsbewertung musste der Konzernbereich Kabel einen Rückgang der EBIT-Marge auf 4.8% hinnehmen. Im Konzernbereich Gummi ging der Nettoumsatz um 19.5% zurück. Trotz striktem Kostenmanagement reduzierte sich das Betriebsergebnis (EBIT) vor allem volumenbedingt um 53.2%. Der Konzernbereich Pharmazeutische Verpackungen bestätigte sich als konjunkturresistente Stütze. Wechselkursbereinigt ergab sich ein leichtes Wachstum um 2.5%. Beim Betriebsergebnis erreichte der Konzernbereich eine Steigerung um 16.6%. Der Konzernbereich Technische Komponenten war als Zulieferer der exportorientierten Maschinenindustrie stark von der Wirtschaftskrise betroffen. Während sich der Nettoumsatz um minus 16.0% tiefer einstellte, ergab sich aufgrund der Restrukturierungskosten, Sonderkosten und Impairments ein negatives Betriebsergebnis von CHF minus 4.0 Mio. Vor Sondereinflüssen belief sich die EBIT-Marge auf 4.0%. Ausbau der Distributionsaktivitäten durch Reichelt Übernahme Auf der strategischen Ebene hat Dätwyler den Ausbau der Distributionsaktivitäten konsequent fortge-führt: Die Übernahme der deutschen Reichelt Elektronik (Jahresumsatz rund CHF 150 Mio.) per Anfang 2010 bedeutet einen weiteren Wachstumssprung in der Katalogdistribution für Industrieelektronik, Automation und Computerzubehör. Durch die Mengen- und Skaleneffekte sowie die strategischen Synergien wertet die Akquisition der margenstarken Reichelt die bisherigen Übernahmen sowie das be-stehende Stammgeschäft weiter auf. Dätwyler beabsichtigt, die Konsolidierungsphase in der Katalog-distribution auch in Zukunft für strategiekonforme Akquisitionen zu nutzen. Multi-Nischenplayer-Strategie bewährt sich Auf der strategischen Ebene hat Dätwyler 2009 verschiedene Projekte zur Stärkung der Wettbewerbs-fähigkeit eingeleitet und umgesetzt: So wurde das Geschäftsmodell im Fachhandel auf die zukünftigen Kundenbedürfnisse ausgerichtet, die Produktionsstandorte in den Tiefkostenländern ausgebaut, die Auslagerung der ICT-Infrastruktur vorangetrieben sowie mit der Übernahme von Reichelt die Chance für akquisitorisches Wachstum genutzt. Das anspruchsvolle Jahr 2009 zeigt, dass sich die strategische Ausrichtung der Dätwyler Gruppe als Multi-Nischenplayer bewährt. Die bearbeiteten globalen und regionalen Nischen verfügen über unterschiedliche Zyklen, sowohl was die geografische als auch die branchenspezifische Entwicklung betrifft. In Krisenzeiten sorgt diese Kombination für Stabilität und Kontinuität und verhindert auf Gruppenebene existenzbedrohende Umsatz- und Gewinneinbussen. Dazu kommt, dass Dätwyler die Zeit des Aufschwungs vor 2009 genutzt hat, um die Fokussierung in-nerhalb der bearbeiteten Marktnischen voranzutreiben. Nachhaltiges Bilanzmanagement mit solider Eigenkapitalquote Die Stabilität aufgrund des Geschäftsportfolios und der Marktposition verstärkt Dätwyler durch ein nachhaltiges Bilanzmanagement mit einer Eigenkapitalquote von soliden 67.7%. Dazu kommt ein Li-quiditätsüberschuss von CHF 40.1 Mio. In der Summe verfügte Dätwyler auch im Krisenjahr 2009 über die finanziellen Mittel, um Marktanteile zu gewinnen, die strategischen Innovationsprojekte voranzutrei-ben und die Basis für nachhaltig profitables Wachstum in der Zukunft zu legen. Dätwyler profitiert da-von, dass gerade in schwierigen Zeiten die Kunden in allen Industrien die führenden und soliden Liefe-ranten bevorzugen. Ausblick 2010: Vorsichtig optimistisch Nach einem schwierigen Jahr blickt das Management mit etwas mehr Zuversicht in die Zukunft. Die für das Unternehmen wichtigen Märkte scheinen sich wieder zu stabilisieren. Dätwyler will den intakten unternehmerischen Spielraum auch 2010 zum Gewinn von Marktanteilen nutzen. Dazu kommt die erstmalige Konsolidierung der neu erworbenen Reichelt mit einem Jahresumsatz von rund CHF 150 Mio. Auf der Kostenseite hat die Gruppe die Strukturen den veränderten Rahmenbedingungen ange-passt. Bei gleichbleibendem Markt- und Konjunkturumfeld sollte Dätwyler daher 2010 den unteren Rand des langfristigen Zielbereichs der EBIT-Marge (Betriebsergebnis im Verhältnis zum Nettoumsatz) von 8% bis 12% wieder erreichen.
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