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Elektronikproduktion | 12 März 2010

Rohwedder: Standortschließungen nicht geplant

Rohwedder vermeldete eine deutliche Erholung des Auftragseingangs um 41% im 2H/2009 gegenüber dem 1H/2009. Standortschließungen sind nicht geplant, heisst es weiter, um die Wiederstartfähigkeit für einen zukünftigen Konjunkturaufschwung zu erhalten.

Der Auftragseingang im Rohwedder Konzern betrug im Geschäftsjahr 2009 insgesamt €60,0 Mio. (Vorjahr: €126,9 Mio.), was einem krisenbedingten Rückgang um rund 53% entspricht. Positiv zu verzeichnen ist, dass der Auftragseingang im 2. Halbjahr im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009 um rund 41% gestiegen ist. Auch in der Rohwedder AG steigerte sich der Auftragseingang im 2. Halbjahr im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009 sehr deutlich - und zwar sogar um 92%. Verglichen mit dem Vorjahreswert von €71,0 Mio. ging der Auftragseingang jedoch krisenbedingt um 49% auf insgesamt €36,2 Mio. zurück. Auftragsbestand Entsprechend der Erholung des Auftragseingangs im 2. Halbjahr 2009 verbesserte sich der Auftragsbestand im Rohwedder Konzern um 50% per 31. Dezember 2009 verglichen mit dem 30. Juni 2009. In der Rohwedder AG stieg der Auftragsbestand um 78% an, wenn man diese beiden Daten betrachtet. Im Vergleich mit dem Vorjahreswert von €31,3 Mio. reduzierte sich der Auftragsbestand im Rohwedder Konzern krisenbedingt auf ca. €18 Mio. zum 31. Dezember 2009. Der Auftragsbestand in der Rohwedder AG betrug zum 31. Dezember 2009 ca. €14 Mio. Mitarbeiter Der Bestand vollzeitäquivalenter Mitarbeiter im Rohwedder Konzern belief sich zum 31. Dezember 2009 auf 724 Personen (Vorjahr: 883), was einem Rückgang um 18% entspricht. Die Anzahl der Auszubildenden in der Rohwedder AG erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um drei Personen auf 37. Das zeigt, dass das Unternehmen in diesem zukunftsträchtigen Bereich nicht spart, um auch für eine Zeit nach der Wirtschaftskrise mit hochqualifiziertem Nachwuchs gerüstet zu sein. In der Rohwedder AG reduzierte sich die Anzahl vollzeitäquivalenter Mitarbeiter um rund 13% von 483 Personen zum 31. Dezember 2008 auf 422 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2009. Trotz des hohen Umsatzrückgangs ging der Mitarbeiterbestand im Unternehmen nicht entsprechend stark zurück, da flexiblen Maßnahmen, wie z. B. Kurzarbeit, der ausdrückliche Vorrang eingeräumt wurde. Im 4. Quartal 2009 befanden sich 161 Mitarbeiter der Rohwedder AG in Kurzarbeit - und zwar mit durchschnittlich 31% Arbeitszeitausfall. Im Januar 2010 befanden sich 88 Mitarbeiter der Rohwedder AG in Kurzarbeit - und zwar mit durchschnittlich 35% Arbeitszeitausfall. Somit ging die Anzahl der von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeiter um rund 45% zurück. Bei der geplanten mittelfristigen Geschäftsentwicklung des Unternehmens im Betrachtungszeitraum 2010 bis 2013 kann man nicht davon ausgehen, dass die Entwicklung an die Volumina der vergangenen Boom-Jahre anknüpfen wird. In Anbetracht dessen muss die Rohwedder AG weitere Personalanpassungsmaßnahmen - im Wesentlichen in den administrativen Bereichen - durchführen. Standortschließungen sind dabei nicht geplant, um die Wiederstartfähigkeit für einen zukünftigen Konjunkturaufschwung zu erhalten. Ausblick Die Volumenplanung des Rohwedder Konzerns ist für das Jahr 2010 zunächst konservativ angelegt, mit dem Ziel, im laufenden Geschäftsjahr ein nahezu ausgeglichenes operatives EBIT zu erreichen. Zu den Kosteneinsparungen, die bei diesem Ziel eine maßgebliche Rolle spielen, wird auch das neue Modell der Mitarbeiterbeteiligung beitragen. Ziel im Rohwedder Konzern ist es, im 1. Quartal 2010 mindestens ein ausgeglichenes operatives EBITDA zu erreichen. Im Januar ist dies bereits gelungen.
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