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Elektronikproduktion | 29 Januar 2010

Siemens setzt den Rotstift an

Siemens plant Struktur- und KapazitÀtsanpassungen in zwei Divisionen des Siemens-Sektors Industry - Drive Technologies und Industry Solutions - wobei insgesamt etwa 2000 Stellen abgebaut werden sollen.
Im Zuge eines bevorstehenden Technologiewechsels bei Niederspannungsmotoren ist geplant, die Fertigungsstruktur in diesem Segment der Division Drive Technologies neu zu ordnen und eine Anpassung der FertigungskapazitĂ€t vorzunehmen. Insgesamt sollen deswegen am Standort Bad Neustadt (Saale) bis 2012 rund 840 Stellen (von rund 2.000 ArbeitsplĂ€tzen) abgebaut werden. In Erlangen sollen in dieser Division weitere rund 300 Stellen reduziert werden. Standard-Niederspannungsmotoren kleiner Leistung fertigt Siemens Drive Technologies fĂŒr Europa derzeit ĂŒberwiegend in Mohelnice (Tschechische Republik) und zu einem deutlich kleineren Teil in Bad Neustadt. Im Zuge der EinfĂŒhrung der nĂ€chsten Produktgeneration sollen Investitionen in Fertigungslinien getĂ€tigt und die Produktion an einem Standort gebĂŒndelt werden. Der Standort Bad Neustadt soll in diesem Zuge zum Innovations- und Technologiezentrum, zum Beispiel fĂŒr Synchronmotoren und mechatronische Produkte und Lösungen, entwickelt werden, aufbauend auf der dort bereits konzentrierten Entwicklung und Fertigung hochwertiger Servomotoren fĂŒr Werkzeug- und Produktionsmaschinen. Allerdings ist auch dieser Zweig vom massiven AuftragsrĂŒckgang im Maschinenbau betroffen, so dass konjunkturbedingt mittelfristig fĂŒr weitere etwa 200 ArbeitsplĂ€tze die BeschĂ€ftigung fehlt. Im Partnerwerk in der Frauenauracher Straße in Erlangen, wo die zugehörige Elektronik fĂŒr die Motoren gefertigt wird, können ebenfalls konjunkturbedingt etwa 300 ArbeitsplĂ€tze nicht mehr ausgelastet werden. Insgesamt will Siemens die geplante Reduzierung der Stellen möglichst mittels sozialvertrĂ€glicher Maßnahmen erreichen. Der Konzern wird hierzu – wie bereits in der Vergangenheit – sĂ€mtliche Mittel ausschöpfen. Hierzu gehören unter anderem die freiwillige Beendigung von ArbeitsverhĂ€ltnissen, das Auslaufen von Befristungen, die Reduzierung von Zeitarbeitnehmern sowie der Personalausgleich zwischen den Standorten und Kurzarbeit.
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