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Elektronikproduktion | 28 Januar 2010

Mikron: Deutlicher Rückgang bei Bestellungen und Umsatz

Die Mikron Gruppe verbuchte im Geschäftsjahr 2009 einen Bestellungseingang von CHF 129.7 Mio. (-44.5% gegenüber Vorjahr) sowie einen Umsatz von CHF 150.1 Mio. (-43.2%).

Mikron ist von der fehlenden Investitionsfähigkeit in ihren Märkten infolge der Wirtschaftskrise genau so getroffen wie die gesamte Industrie. Die Strukturen wurden angepasst. Der Talboden dürfte erreicht sein. Für das laufende Jahr wird mit einem moderaten Aufschwung gerechnet. Besonders stark betroffen war das Segment Machining, wo die Kunden grösstenteils aus der europäischen Automobilzulieferindustrie stammen. Das Segment Automation hingegen profitierte davon, dass die Geschäftsvolumen aus der Medizinaltechnik- und Pharmaindustrie auf Höhe des Vorjahres lagen. Die zu erwartenden Verluste für die beiden Segmente werden deshalb sehr unterschiedlich ausfallen. Im operativen Bereich wurden im 2. Halbjahr Verbesserungen erzielt. Dies zeigt die Tatsache, dass der Betriebsverlust für die Mikron Gruppe im Vergleich zum 1. Halbjahr trotz niedrigerem Umsatz reduziert werden konnte. Ebenfalls erfreulich ist die im Jahresvergleich fast unveränderte Nettoliquidität der Mikron Gruppe. Dennoch ist unter Berücksichtigung aller Einflüsse für das Krisenjahr 2009 mit einem hohen Verlust auf Stufe Unternehmensergebnis zu rechnen. Für das Geschäftsjahr 2010 ist Mikron verhalten zuversichtlich. Der Auftragsbestand zu Jahresbeginn ist zwar sehr knapp, es wird allerdings eine leichten Erholung der Märkte erwartet, von der Mikron voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte profitieren kann. Geschäftssegment Machining In diesem Segment stellt Mikron Maschinen und Schneidwerkzeuge für die Bearbeitung von kleinen bis mittelgrossen Metallteilen her. Ein erheblicher Teil des Geschäftsvolumens wird mit der Automobilzulieferindustrie sowie der Schreibgeräteindustrie erzielt. Nachdem die Produktion in der Automobilindustrie anfangs Jahr nahezu zum Stillstand kam, wurden in den ersten fünf Monaten fast keine Neumaschinen verkauft. Erst im 2. Halbjahr fand eine leichte Wiederbelebung statt. Bei den Neumaschinen wurde gegen Ende des 4. Quartals eine erhöhte Angebotstätigkeit verzeichnet. Deutlicher erholte sich im 4. Quartal das Geschäft mit Schneidwerkzeugen und Service. In verschiedenen Marktsegmenten konnten trotz schwierigem Umfeld neue Kunden für neue Anwendungen gewonnen werden. Durch den starken Rückgang der Geschäftsvolumen in Europa hat der asiatische Markt an Bedeutung gewonnen. Besonders stark war hier die Nachfrage aus der Schreibgeräteindustrie, wo Mikron eine führende Stellung bei Maschinen zur Herstellung von Kugelschreiberspitzen besitzt. Geschäftssegment Automation In diesem Segment stellt Mikron Anlagen für die Montage von kleinen bis handgrossen Produkten her und entwickelt Automationslösungen für Teilprozesse der Produktion. Der grösste Teil des Geschäftsvolumens stammt von Kunden aus der Medizinaltechnik- und Pharmaindustrie. Auch 2009 konnten sowohl in Europa als auch in den USA und Asien wichtige neue Kunden gewonnen werden. Weiterhin ist im Gesundheitswesen der Trend zur Selbstmedikation ungebrochen. Die Folge ist ein nach wie vor steigender Bedarf an entsprechenden Geräten für die Patienten, z. B. Insulinpens oder Inhalatoren. In schwierigem wirtschaftlichen Umfeld hat sich dieses Marktsegment daher als robust erwiesen. Mikron zählt hier weltweit zu den führenden Lösungsanbietern im Bereich Montageautomation. Der Rückgang beim Gesamtvolumen ist einzig auf die fehlenden Aufträge aus der Automobil- und der Elektroindustrie zurückzuführen.
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2019.09.20 17:48 V14.4.1-1