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Leiterplatten | 20 Januar 2010

Leiterplattenindustrie wieder optimistischer

Der Leiterplattenmarkt in Deutschland erholt sich. Im Oktober 2009 erreichte der Umsatz der Leiterplattenhersteller mit einem Plus von fünf Prozent gegenüber September das höchste Niveau der ersten zehn Monate.

Zwar sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr weiterhin niedrig, doch registriert die Branche seit Mai eine kontinuierliche Steigerung der Monatsumsätze. Dies berichtet der neue ZVEI-Fachverband ‚PCB and Electronic Systems‘. Der Auftragseingang war im Oktober 2009 der zweithöchste des Jahres (Maximum im Juli). Gegenüber September wurden elf Prozent mehr Aufträge erteilt. Die Verbesserung der Lage ist darauf zurückzuführen, dass die Lager der Leiterplatten verarbeitenden Unternehmen generell unter das normalerweise vorhandene Interventionsniveau abgebaut worden sind. Da man dadurch kaum noch kurzfristige Gerätebestellungen erfüllen kann, bauen nun die Leiterplatten-Abnehmer ihre Bestände vorsichtig wieder auf. Der positive Trend der letzten sechs Monate wird durch das Book-to-Bill-Ratio von 1,13 bestätigt. Die erwachende Nachfrage trifft auf inzwischen reduzierte Kapazitäten, so dass in Einzelfällen Lieferzeiten wieder deutlich ansteigen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, dass sich Abnehmer und Lieferanten eng abstimmen. Die Mitarbeiterzahl blieb konstant, jedoch wurden im Vergleich zum Oktober 2008 durch Insolvenzen und Anpassungsmaßnahmen insbesondere bei Großunternehmen die Personalstände reduziert. *) Das Book-to-Bill-Ratio als Indikator für den mittelfristigen Trend kennzeichnet das Verhältnis von monatlichem Auftragseingang zu Umsatz. Ein Book-to-Bill-Ratio von 1,10 entspricht zum Beispiel einem Auftragseingang von 1,10 € bei 1,00 € Umsatz im gleichen Zeitraum.
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2019.12.03 22:29 V14.8.2-2