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Elektronikproduktion | 19 Januar 2010

Komax: Umsatzeinbruch um 40% im Krisenjahr

Erstes Verlustjahr in der Firmangeschichte. Bereich Kabelverarbeitung am stärksten betroffen. Solar leicht rückläufig. Medizinaltechnologie robust.

Im Jahr 2009 ist der Umsatz der Komax Gruppe um rund 40 Prozent von CHF 342 Mio. (Jahresumsatz 2008) auf CHF 210 Mio. eingebrochen. Am stärksten hat es dabei den Bereich Wire getroffen. Ein Grossteil der Kunden in diesem Geschäft ist in der Automobilindustrie tätig. Auch der Umsatz im bis dahin stark wachsenden Solarbereich war rückläufig. Einzig der konjunkturell robustere Teil Medtech hat sich im Jahr 2009 gut entwickelt und konnte zulegen. Das Geschäft hat sich im Verlauf des zweiten Halbjahres 2009 wieder stark belebt und der Tiefpunkt - sowohl im Bereich Wire wie auch im Bereich Solar - wurde überschritten. Der Bestellungseingang der Komax Gruppe lag im zweiten Halbjahr 2009 bereits wieder um 70 Prozent über dem sehr tiefen Wert des ersten Halbjahres 2009. Insgesamt reduzierte sich der Jahresbestellungseingang von CHF 380 Mio. im Jahr 2008 auf CHF 220 Mio. im Jahr 2009. Erstmals in ihrer Geschichte muss die Komax Gruppe mit einem negativen Betriebsergebnis rechnen. Im vierten Quartal 2009 konnte allerdings wieder ein positives Betriebsergebnis realisiert werden. Kabelverarbeitung schwer getroffen Unter anderem produziert die Komax Gruppe Maschinen zur Verarbeitung von Kabeln (beispielsweise Crimpen) und zur Herstellung von Kabelbäumen. Endmärkte für die Kabelverarbeitung sind die Automobilindustrie, der Haushaltgeräte- und der Elektronikmarkt. In der ersten Hälfte des Jahres 2009 waren vor allem die Kunden in der Automobilindustrie sehr zurückhaltend beim Kauf von neuen Investitionsgütern. Im weiteren Verlauf des Jahres hat sich die Situation wieder etwas entschärft. Generell weniger vom Abschwung betroffen waren über das ganze Jahr hinweg Maschinen für den Haushaltgeräte- und den Elektronikmarkt. Unterschiedliche Entwicklungen im Solargeschäft Für die Solarindustrie produziert Komax Maschinen zur Herstellung von Solarmodulen, strategisch wichtig sowohl im kristallinen Bereich als auch im Dünnschichtbereich. Dank einer Fülle von neuen Innovationen hat sich die Business Unit Komax Solar im zweiten Halbjahr wieder besser entwickelt. Dies gilt jedoch nicht für den kleineren Dünnschichtbereich, der rund 20 Prozent des Solarvolumens von Komax ausmacht. In diesem Teilbereich hat die Gruppe im Jahr 2009 antizyklisch investiert und mit grossen Entwicklungsaufwendungen neue Produkte für den Markt bereitgestellt. In einem nach wie vor rückläufigen Markt müssen nun jedoch die Kapazitäten dem veränderten Umfeld angepasst werden. Es wird geplant, rund 30 weitere Stellen abzubauen. Robuste Medizinaltechnologie In der Medizinaltechnologie produziert Komax Maschinen und Systeme zur Montage von Insulinverabreichungsgeräten, Inhalatoren oder Spritzen. Hier verlief das Geschäft über das ganze Jahr hinweg robust. Komax hat verschiedene neue Kunden gewonnen und sich im Markt an der Spitze der europäischen Anbieter etabliert. Ausblick Die für Komax wichtigen Märkte scheinen sich wieder zu stabilisieren. Sollte sich diese Erholung fortsetzen, rechnet die Gruppe für das Jahr 2010 wieder mit einem Wachstum. Im Bereich Wire hat sich die Auftragslage verbessert, die Kurzarbeit wird aufgehoben, im Solarbereich entwickelt sich der kristalline Teil dank innovativer Produkte gut, und die Business Unit Medtech startete mit einem hohen Bestellungsbestand ins neue Jahr.
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