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Elektronikproduktion | 13 Januar 2010

EMS: Composite Business Risk weiterhin rückläufig

Die Marktforscher Charlie Barnhart & Associates seine neueste Analyse des Composite Business Risk veröffentlicht. Der Index und die prognostizierten Daten deuten darauf hin, dass sich im Q1/2010 (Kalenderjahr) der eingesetzte Abwärtstrend weiter fortsetzen wird.

Selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass alle Prognosen zu den unternehmerischen Risiken von Natur aus sehr ungenau sind, ist dies eine wirklich gute Nachricht (siehe Grafik; Definition am Ende des Artikels). Dennoch, Charlie Barnhart & Associates LLC (CBA) geht weiter davon aus, dass die EMS-Branche im Kalenderjahr 2010 weiterhin Vorsicht walten lassen sollte. Der Grossteil der EMS-Industrie ist noch weit davon entfernt die erlittenen Verluste wieder ausgleichen zu können. Diese Situation wird durch die eher schwachen 2010 Umsatzprognosen (flach bis mittlere einstellige Werte) noch verschärft. Nicht gerade ein stabiles Umfeld für eine wirkliche Erholung in der Branche. Darüber hinaus – auch wenn es vielleicht den Anschein einer Anekdote hat – sieht CBA wieder vermehrt ein Auftreten von ‚atypischen’ Aktionen (oder besser gesagt, unerwartet negative Reaktionen) innerhalb der chinesischen Lieferantenbasis auf typische Forderungen der OEM-Kunden (Push-Outs, Terminverschiebungen, Kostensenkungen, etc.). Hier eingeschlossen sind auch viele in Taiwan ansässige ODM-Unternehmen. "Wir vermuten, dass diese Re-Aktionen die Folge von vielen (verflochtenen) Einzelfaktoren sind. Diese sind während des Booms miteinander verschmolzen und sind nun – in den Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs – der Auslöser von Frust und Erbitterung“, erklärte der Marktforscher. Faktoren sind u.a. steigenden Kosten und ein verschärfter Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte in der Eastern River Delta Region in China; die steigenden Erwartungen der westlichen OEMs (bezogen auf Flexibilität, Service & Support); die Auswirkungen der Umsetzung westlicher CSR (Corporate Social Responsibility = soziale Verantwortung des Unternehmens) in China; die Umsetzung des neuen chinesischen Arbeitsrechts. Zudem wird deutlich, dass viele Unternehmen in China mehr oder weniger ‚unauffindbar’ sind. Es wird geschätzt das mehr als 30 000 Unternehmen – oder besser gesagt die Besitzer / Eigentümer der Unternehmen – während des wirtschaftlichen Abschwungs einfach ‚verschwanden’. Das gleiche gilt auch für das Betriebskapital dieser Unternehmen, so das Beratungsunternehmen. Hier sind die wichtigsten Risikofaktoren für das Kalenderjahr 2010:Andauernde Störungen innerhalb der Zulieferkette – aufgrund des unangemessenen Aufbaus der Demand / Suply Solution (FIT: Flexibilität, Integration und Timing) • Probleme im Zusammenhang mit Kapazitätskonsolidierungen auf allen TIER-Ebenen (sowohl im CM- als auch im ODM-Bereich) • Die Möglichkeit, das weitere Unternehmen auf allen TIER-Ebenen in die Insolvenz gehen müssen (sowohl im CM- als auch im ODM-Bereich) • Die Veränderungen im Geschäftsmodell der TIER-1 CM-Unternehmen. • Die Wahrscheinlichkeit, dass auch nationale EMS-Unternehmen in China ihre Geschäfts- und Preispolitik ändern (Wahrscheinlichkeit: > 80% in 2010) • Kostendruck durch CSR, weltweite Wirtschaftsrichtlinien, IP-Schutz, etc. ----- Definition: Der Composite-Business Risk (CBR) Indikator des Beratungsunternehmens Charlie Barnhart & Associates ist eine Prognose für das Geschäftsrisiko innerhalb der gesamten Lieferkette der weltweiten EMS-Industrie. Eingeschlossen sind hier u.a.: Wirtschaftsprognosen, Umtauschkurse, Infrastruktur, Kosten und die Verfügbarkeit von Ressourcen (einschließlich Energie), das Book-to-Bill-Ratio, aktuelle Liefertrends, Prognosen bei den Vorlaufzeiten, etc. Quelle: Charlie Barnhart & Associates
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