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Elektronikproduktion | 29 Dezember 2009

Weltweiter Absatz von Handys stagniert in 2009

Mit westeurop√§ischen Ums√§tzen h√∂her als erwartet und eine Anziehen im grauen Markt im 3Q/2009, stieg der weltweite Absatz von mobilen Ger√§ten in diesem Jahr auf 1,214 Milliarden; es blieb jedoch ein weltweiter R√ľckgang von 0,67% gegen√ľber dem Vorjahresresultat, erkl√§rte der Marktforscher Gartner.
Im September war der Marktforscher noch von einem R√ľckgang von 3,7% ausgegangen. Laut Gartner, k√∂nnte der Umsatz im n√§chsten Jahr um 9% wachsen (verglichen mit 2009).

"Obwohl der Graumarkt kein g√§nzlich neues Ph√§nomen ist und von chinesischen Herstellern geschaffen wurde, die nicht √ľber die n√∂tigen Lizenzen verf√ľgen (f√ľr eine Produktion und den Verkauf nach dem g√ľltigen Standard International Mobile Equipment Identity (IMEI), sind die Verk√§ufe auf dem Graumarkt heutzutage nicht mehr nur auf China begrenzt“, erkl√§rte Carolina Milanesi, Research Director bei Gartner.

"Alle Hersteller m√ľssen mit Marktteilnehmern aus dem Graumarkt konkurrieren ‚Äď auch sie expandieren in die aufstrebenden M√§rkte in Asien / Pazifik, Osteuropa, dem Nahen Osten und in Lateinamerika. Das hat niedrigere durchschnittliche Verkaufspreise (ASP) zur Folge. Nokia wird von dieser Marktentwicklung am meisten betroffen sein“, erkl√§rte sie weiter.

Gartner geht davon aus, dass die weltweiten Ersatz-Zyklen sich in den kommenden zwei Jahren wieder stabilisieren werden ‚Äď auf Grund der Einf√ľhrung von mehr preisaggressiven Smartphones und k√ľrzeren Vertragszeiten. Gartner erwartet au√üerdem, dass sich die 2-Hand-Verk√§ufe in Schwellenl√§ndern und der weltweite Umsatz bei ‚ÄöSIM-Only‚Äô Verk√§ufen im Jahre 2010 stabilisieren werden. Letztere Entwicklung wird ab 2011 wieder zur√ľckgehen, da Verbraucher einem geringeren makro-√∂konomischen Druck ausgesetzt sein werden.

Smartphones werden 2009 rund 14% des gesamten Umsatzes bei mobilen Ger√§ten ausmachen (38% in 2013). Allerdings kann dieser positive Ausblick durch Mobilfunkbetreiber mit hohen Data-Flatrates (bei allen Smartphones) negativ beeinflusst werden. Dies k√∂nnte die Gesamtbetriebskosten weit √ľber die Akzeptanzschwelle aus dem Massenmarkt schieben. Trotzdem rechnet Gartner damit, dass der weltweite, durchschnittliche Verkaufspreis f√ľr Mobiltelefone und Smartphones im n√§chsten Jahr (2010) um 3% fallen wird.

Das starke Ergebnis aus Marktregionen wie etwas Westeuropa oder Asia-Pazifik wurde durch einen niedrigeren Umsatz in Lateinamerika, dem Nahen Osten und Afrika abgeschwächt.

"Trotz einer voraussichtlichen R√ľckkehr zu Wachstum im Jahr 2010 sind die Zeiten von 20% Wachstum ganz sicher vorbei. Reife M√§rkte sind ges√§ttigt und das gr√∂√üte Wachstum wird in Schwellenl√§ndern zu verzeichnen sein“, erkl√§rte Frau Milaseni. ‚ÄěDie Hersteller m√ľssen weiterhin versuchen ihre Margen zu erhalten und auszubauen, w√§hrend der durchschnittliche Verkaufspreis weiter fallen wird. Software, Dienste und Inhalte werden sehr viel wichtiger sein als die eigentliche Hardware.“
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