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Leiterplatten | 18 Dezember 2009

Auch Schweizer Electronic hat sich an 5Q/5A-Serie beteiligt

5 Fragen & 5 Antworten: Auch Dr. Marc Schweizer, CEO des deutschen Leiterplatten-Unternehmens Schweizer Electronic, hat sich an unserer Interview-Reihe beteiligt.


• Wie gut haben Sie das Jahr 2009 und den wirtschaftlichen Abschwung verkraftet?
Schweizer Electronic hat sich in der Krise sehr gut behauptet. Nach einem äußerst harten ersten Halbjahr erzielen wir seit dem dritten Quartal wieder positive Geschäftsergebnisse. Die lebhafte Erholung der Auftragssituation hält an.

Wir haben die Umsetzung der neuen strategischen Aufstellung wie geplant vorangetrieben und verfügen heute über eine optimierte Fertigungslandschaft von Klein- und Mittelserie aus Europa bis zur Großserie aus Asien. Das operative Maßnahmenpaket zur Kostensenkung und –flexibilisierung im Stammwerk Schramberg greift. Wir treffen mit unserer Produktfokussierung Leistungslektronik, Embedding und Kostenreduktion die Anforderungen unserer Kunden - kombiniert mit Beratung und Zuverlässigkeit seit 160 Jahren. Damit haben wir wichtige Weichenstellungen für die „Jahre danach“ vorgenommen.

• Welche Maßnahmen sind notwendig, so dass die europäische Leiterplatten-Industrie überleben kann?
Die richtigen Geschäftsmodelle, wobei keine Universalstrategie existiert, die das Überleben der Mehrzahl aller europäischen Leiterplattenunternehmen sichern würde. Zudem trägt die durch die Wirtschaftskrise beschleunigte Konsolidierung zu einer Marktbereinigung bei, bei der Unternehmen ausscheiden werden, die vorwiegend über Preis verkauft hatten.

• In welchen Bereichen sehen Sie die größten Wachstumschancen für Ihr Unternehmen?
Wir konzentrieren uns auf Leistungselektronik, Embedding und Systemkostenreduktion. Bereits heute verfügt die Schweizer Electronic über einen Baukasten an innovativen Lösungen, den wir zukünftig noch weiter ausbauen werden. Unsere Lösungen adressieren die heutigen und zukünftigen Herausforderungen in den Wachstumssegmenten „Energieeffizienz“ und „Elektromobilität“, in denen wir bereits gut vertreten sind und unsere Marktanteile weiter ausbauen werden. Wir sehen für die Schweizer Electronic zudem Wachstumschancen im internationalen Geschäft.

• Sind für 2010 Investitionen geplant?
Ja. In Deutschland werden wir in den Ausbau unserer Kernkompetenzen und in Kapazitätserweiterungen in Engpassbereichen investieren. Durch unseren modernen Anlagenpark im Stammwerk Schramberg besteht geringe Notwendigkeit für Ersatzinvestitionen. Für 2010 sieht unser Budget mehrere Millionen Investitionen in Schramberg vor, die wir in Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung tätigen werden. Darüber hinaus investiert unser Partner Meiko Electronics in einen signifikanten Kapazitätsaufbau der asiatischen Werke.

• Wo sehen Sie – als europäischer Leiterplatten-Hersteller – Ihre Wettbewerber?
Bei großen international aufgestellten Kunden sind unsere Wettbewerber global positionierte Unternehmen, die den gesamten Produktlebenszyklus anbieten. Ansonsten europäische Leiterplattenhersteller.

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