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Elektronikproduktion | 20 November 2009

ZVEI: Auslandsinvestitionen in Deutschland legen zu

Einer aktuellen Studie der Investitionsberatungsfirma IBM Plant Location International zufolge hat Deutschland als Empfänger von Auslandsinvestitionen im weltweiten Ranking einen gehörigen Sprung gemacht – von Platz 18 auf Platz 9.

Dabei bezieht die Untersuchung – anders als andere Investitionsstatistiken – nur Firmen-Neuansiedlungen mit neuen Arbeitsplätzen und keine Firmenübernahmen ein. Die Zahl der Projekte ausländischer Investoren in Deutschland stieg nach dieser Erfassung im Vergleich zum Jahr 2007 um mehr als 60% auf über 700. Dadurch entstanden rund 27.000 neue Arbeitsplätze, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um die Hälfte gleichkommt. Fast ein Drittel der neuen Arbeitsplätze wurden von US-amerikanischen Unternehmen geschaffen. Damit ist Deutschland der bedeutendste Investitionsschwerpunkt der USA, noch vor Osteuropa und Großbritannien. Weitere wichtige Herkunftsländer ausländischer Investitionen hierzulande sind die Schweiz und Japan, die jeweils für ein Zehntel der neu geschaffenen Arbeitsplätze verantwortlich zeichnen. Zum ersten Mal haben es die aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaften Indien und China unter die zehn wichtigsten in Deutschland investierenden Länder geschafft. Deutsche Firmen investieren nach wie vor auch selber kräftig im Ausland. Aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise sank das Auslandsengagement 2008 allerdings um 16%, und die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze ging um 30% auf 94.000 zurück. Trotzdem wird die Bundesrepublik hier nur von den USA übertroffen. Auch andere Zahlen belegen die gestiegene Attraktivität des Standorts Deutschland in den vergangenen Jahren. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank stieg der Bestand ausländischer Direktinvestitionen hierzulande von 280 Mrd. Euro im Jahr 2002 auf nunmehr 460 Mrd. Euro. Im internationalen Ranking steht Deutschland damit auf Rang fünf hinter den USA, Frankreich, Großbritannien und Hongkong. ----- Autor: Jürgen Polzin; ZVEI-Abt. Wirtschaftspolitik, Konjunktur und Märkte
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