Anzeige
Anzeige
Elektronikproduktion | 13 November 2009

Trotz Wirtschaftskrise zeigt sich die Medizintechnik-Branche weitgehend stabil

Auch die rund 1.250 deutschen Medizintechnikhersteller spĂŒren die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise, doch bisher zeigt sich die Branche noch ĂŒberwiegend stabil, erklĂ€rte der Branchenverband SPECTARIS.
"FĂŒr das Gesamtjahr 2009 erwarten wir ein Umsatzminus von 3%", erklĂ€rte der SPECTARIS-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Sven Behrens. Im vergangenen Jahr setzte die Branche knapp 18 Milliarden Euro um. Ausschlaggebend fĂŒr den RĂŒckgang sei dabei der Export, der um 6% sinken werde. Die Exportquote von rund 65% wirke sich entsprechend stark auf das Gesamtergebnis aus. Im ersten Halbjahr bereiteten insbesondere die AbsatzmĂ€rkte Russland (-28%), TĂŒrkei (-22%), Spanien (-16%) und das Vereinigte Königreich (-7%) den Unternehmen Schwierigkeiten. Auch das US-GeschĂ€ft war leicht rĂŒcklĂ€ufig (-3%). Wachstumsimpulse gingen dagegen nach wie vor von der Volksrepublik China (+5%) sowie dem Nahen und Mittleren Osten (+14%) aus. Dagegen hat das InlandsgeschĂ€ft nach dem eher schwachen ersten Halbjahr mittlerweile wieder deutlich zulegt. "Hier erwarten wir daher fĂŒr das laufende Jahr sogar ein leichtes Plus in Höhe von mindestens zwei Prozent", so Herr Behrens. FĂŒr das Jahr 2010 prognostiziert SPECTARIS ein leichtes Wachstum in Höhe von maximal 3%. Aufgrund des niedrigen Ausgangsniveaus und des Nachholbedarfs auf vielen MĂ€rkten erwartet Behrens beim Export ein Plus von drei Prozent. Im Inlandsmarkt stĂŒtzen die Auswirkungen der Konjunkturpakets II, die hohe Innovationskraft der Branche, und die relativ konstante Nachfrage im Gesundheitswesen den Markt. Deshalb gehe er von einem leicht wachsenden Inlandsmarkt mit einem Plus von 2%. FĂŒr die Zahl der BeschĂ€ftigten erwartet er ein stabiles Niveau von knapp 100.000. "Insgesamt hat Medizintechnik trotz der Wirtschaftskrise vergleichsweise erfolgreich behauptet. Daher werden die Auswirkungen der Krise nach derzeitigem Kenntnisstand geringer sein als in anderen Bereichen", unterstrich Sven Behrens.
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.02.15 09:57 V12.1.1-2