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Elektronikproduktion | 09 November 2009

5Q/5A: Volkmar Stichweh beantwortet unsere Fragen

5 Fragen & 5 Antworten: Das heutige Q & A wurde von Volkmar Stichweh, Geschäftsführer des EMS-Dienstleisters M. Richter GmbH & Co. KG, beantwortet.


• Wo sehen Sie die europäische EMS-Industrie in 2-3 Jahren? Ich erwarte keine grundlegenden Umwälzungen. Ein wenig wird die EMS Industrie den Leiterplattenherstellern folgen: Konzentration auf Spezialitäten und Schnelldienste in Europa und Abwanderung großer Volumen in Niedriglohnländer. Aber bei weitem nicht so ausgeprägt wie bei Leiterplatten. Der Informationsfluß wird schneller, Kunden werden Online Aufträge erteilen können und sich über den Fertigungsfortschritt informieren können. • Welches Industriesegment hat das größte Wachstumspotential für Sie als EMS-Dienstleister? Solartechnik, Automotive speziell für alternative Antriebsenergien • In welchen Bereichen spürt Ihr Unternehmen den größten Wettbewerb? Kabelkonfektion, Gerätemontagen, THT-Handbestückungen. Wir sind ein Kleinserienfertiger mit hohen Ansprüchen und guter Ausstattung, aber die Arbeitslosigkeit führt zu Kümmerexistenz- Gründungen kleiner EMS-Betriebe, einige davon werden sich entwickeln und über das Kümmerstadium hinaus kommen Leistungen, die unseren heutigen vergleichbar sein werden. Wir müssen daher besser werden und in Ausstattung und Ausbildung investieren, damit wir weiter sind, wenn die Nachrücker in 5 jahren da sind, wo wir heute sind. Da geht es weniger um noch leistungsfähigere Maschinen als um Prüfgeräte, Prüfkonzepte, Traceability, verbesserte Logistik, Information und Kommunikation • Ist eine Entwicklung zum ODM-Unternehmen der Weg nach vorn? Ich weiß nicht mal was ODM ist und bin doch seit 10 Jahren Inhaber eines EMS Betriebes, besuche Tagungen, Messen etc, lese Fachzeitschriften. Wo ist denn hier das Abkürzungsverzeichnis? • Wie würden Sie die Beziehung von EMS-Dienstleister und OEM-Kunde definieren? Sehr heterogen: OEMs mit viel know-how in der Elektronik-fertigung sehen im EMS-Betrieb oft immer noch eine verlängerte Werkbank. Die Zusammenarbeit erfordert vom Dienstleister vor allem günstige Preise und Eingehen auf Kundenforderung, stellt aber keine gehobenen Ansprüche. Diese stellen teilweise immer noch Material bei. OEMS die Ihren Schwerpunkt auf anderen Gebieten haben, erwarten gute Beratung vom Dienstleister - bereits frühzeitig in Bezug auf sichere, schnelle, kostengünstige Produzierbarkeit der künftigen Baugruppe. Material wird selten beigestellt, Empfehlungen des Dienstleisters zur Materialauswahl und Bevorratung kritischer Komponenten sind willkommen. Dies stellt höhere Anforderungen an den Dienstleister und nimmt ihn mehr in die Verantwortung, denn die Empfehlungen und Beiträge müssen stimmig und realistisch sein.
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