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Elektronikproduktion | 27 Oktober 2009

EMS-Unternehmen konkurrieren in Aerospace & Defense

Nach der Verlagerung der Massen- oder Volumen-Produktion an kostengĂŒnstigere Standorte, konkurrieren EMS-Dienstleister nun in WachstumsmĂ€rkten, wie etwa Luftfahrt & Verteidigung, Medizin, Kontroll- und Messtechnik, Automotive oder auch Industrial.
Da fĂŒr die UmsĂ€tze in diesem Jahr ein RĂŒckgang von ĂŒber 13% prognostiziert wird, sieht die EMS-Branche einer Periode der Unsicherheit entgegen und ist wahrscheinlich einem raschen Wandel unterworfen, heißt es im neusten Bericht The European Electronic Manufacturing Services Industry 2008-2013 von Reed Electronics Research. In den oben genannten Bereichen konkurriert die ĂŒberwiegende Mehrheit der rund 700 EMS-Dienstleister in Europa. Der Markforscher geht davon aus, dass sich der Wettbewerb in diesen Bereichen und WachstumsmĂ€rkten noch verstĂ€rken wird. DarĂŒber hinaus, muss man darauf hinweisen, dass eine große Zahl der europĂ€ischen EMS-Dienstleister - ĂŒber 600 - national tĂ€tig ist und meist nur eine Produktionsanlage unterhĂ€lt. Diese Unternehmen bedienen in der Regel eine kleine, aber etablierte Kundenbasis. Mehr Wettbewerb wird auch zu einer grĂ¶ĂŸeren Anzahl an Konsolidierungen fĂŒhren; Unternehmen werden aufgekauft oder geschossen (auf Grund von stetig steigendem finanziellem Druck). Der Marktforscher geht jedoch nicht davon aus, dass es - im Prognose-Zeitraum - zu einem Massenexodus kommen wird. Es besteht eine mehr als wahrscheinliche Möglichkeit, dass sich ein - vielleicht sogar zwei - Tier-1 EMS-Unternehmen zusammenschließen werden. Fusionen zwischen den großen europĂ€ischen EMS-Dienstleistern ist eine weitere Möglichkeit. Es wird jedoch erwartet, dass dies eher auf nationaler oder sub-regionaler Ebene geschieht. Ein wichtiger Trend der letzten Jahre war die Migration der EMS-Produktion von Westeuropa nach Mittel- und Osteuropa (CEE). Der CEE-Anteil an den europĂ€ischen EMS-UmsĂ€tzen (fĂŒr 2008) lag bei knapp 55%. Dieser Prozentsatz wird 2009 voraussichtlich leicht sinken, da die großen Tier-1 EMS-Dienstleister die Produktion herunterfahren - um diese der verĂ€nderten Nachfrage anzupassen. Der EMS-Umsatz in der CEE-Region wird 2009 um rund 17% fallen, prognostiziert RER. Wenn sie die Nachfrage bei den Endabnehmern erholt, wird sich auch der CEE-Prozentsatz an der Produktion erholen. Man geht jedoch davon aus, dass sich die Wachstumsraten auf eine gemĂ€chlichere Geschwindigkeit von 5% - 6% (zwischen 2010 und 2013) einpendeln werden. Die Produktionsverlagerung aus Westeuropa wird auch weiterhin ein wichtiger Faktor fĂŒr das Wachstum in dieser Region bleiben. Bildquelle: Chemigraphic
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