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Elektronikproduktion | 15 Oktober 2009

Plath EFT & Essemtec Hand in Hand

Um komplexe Elektronik für unterschiedlichste Geräte passgenau fertigen zu können, setzen EMS-Dienstleister und mittelständische Maschinenhersteller auf gegenseitigen Know-how-Transfer. Seit fast acht Jahren praktiziert die Plath EFT GmbH mit Sitz in Deutschland mit der Essemtec AG aus der Schweiz einen solchen Praxis-Dialog.

Allseits bestens funktionierende Multitalente zur Leiterplattenbestückung sind gefragt, möglichst günstig in der Anschaffung und belastbar für jede Fertigungsdimension. Was zunächst ungewöhnlich klingt, kann - geschickt durchdacht - eine langfristig sinnvolle Lösung sein. Schließlich unterliegen qualifizierte Hightech-Dienstleister der zwingenden Erfordernis, stets vorausschauend der Marktentwicklung, rechtzeitig einen hochmodernen, effizienten Gerätepark vorhalten zu müssen – mit großem, ausbaufähigem Produktionsspektrum und ebenso hohem Investitionsvolumen. Seit sich das Unternehmen vor acht Jahren entschied, die erste Maschine von Essemtec zu kaufen, wurde der Gerätepark kontinuierlich ausgebaut. Heute arbeitet man dort mit den Bestückungsautomaten FLX2030 und CLM9000, zwei Druckern der Reihe SP100 und SP900 sowie einem Dispenser vom Typ CDS6700. Partner von Anfang an „Die Zukunft der Branche liegt in den neuen Technologien, kleineren Bauelementen und hohen Packungsdichten. Dieses Know-How wird nicht mehr allein beim produzierenden Gewerbe bleiben. So haben wir eine reelle Chance, von Anbeginn Verbesserungsvorschläge für unsere Kunden zu erarbeiten“, sagt Matthias Holsten, Geschäftsführer des Norddeutschen Unternehmens. Neu konzipierte Elektronik, deren Umsetzung auf in der Schweiz hergestellten Maschinen vorgesehen ist, durchlaufen bei Bedarf und zur Absicherung im Kompetenzzentrum zuvor einen Produktionstest. „Das Resümee dieses Tests wird sofort an unseren Kunden, an die Produktion oder an die Abteilung Forschung und Entwicklung, weitergereicht“, erklärt Florian Schildein, ein Berliner, der in dem schweizerischen Unternehmen tätig ist. Marktnische: Filigran bestückte Leiterplatten Hersteller mit großem Mengengeschäft, wie z.B. Nokia und Sony, stehen unter extremem Preisdruck und werden weiterhin auf Highspeed setzen müssen, mit stündlich 100.000 Bauteilen und mehr. Andererseits werden Unternehmen wie die Plath EFT, die in der Kleinserie oder auch im Prototypenbereich zu Hause sind, weiterhin und verstärkt auf äußerste Genauigkeit und Flexibilität für anspruchvolle Kunden setzen. „Wir erleben derzeit eine verstärkte Marktnähe mit den Herstellern großer Bestückungsautomaten. Bei Aggregaten dieser Größenordnung sind Rabattschlachten und der Konkurrenzdruck derart extrem, dass schon jetzt einige Unternehmen wenig profitabel sind“, so HerrSchildein. „Anderseits beobachten wir, dass der Bedarf an Sonderbestückungsautomaten wächst. Damit haben einige Unternehmen einen Weg gefunden, eine beiderseits sinnstiftende Bindung aufzubauen, die sonst, auf Nimmerwiedersehen, zur Kundenwanderung nach Osteuropa oder Asien führt“, stellt er fest. Der EMS-Markt in Bewegung: (v.l.n.r.) Matthias Holsten, Geschäftsführer der Plath EFT aus Norderstedt bei Hamburg, und Florian Schildein, Vertreter des Schweizerischen Maschinenherstellers Essemtec „Unser Geschäft setzt auf Nischenmärkte. Daher finden sich immer wieder teils exotisch geprägte Bauelemente in unserem Auftragsbestand“, so Holsten. „Da muss eine Sonderlösung her - vom Konzept bis zum Aufbau der Bauelemente und Bausätze. Die kleinste Größe eines Bauteils ist heute 0105. Unsere Techniker benutzen mittlerweile Präzisionslupen“. Nach Meinung des Geschäftsführers der Plath EFT ist der Trend in der Weiterentwicklung der Technologie in den nächsten drei bis vier Jahren deutlich abzusehen: „Der Preis bleibt weiterhin hart umkämpft“, betont Herr Holsten. „Wichtig ist, dass mittelständische Unternehmen wie Essemtec mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis vorangehen, ohne Abstriche bei der Qualität, die auch unsere Kunden von uns verlangen. Nur so können wir mithalten und mitwachsen. Höhere Preise werden wir definitiv nicht durchsetzen können“. Medizintechnik: Präzision für neue Märkte „Die Medizintechnik ist ein Markt für den wir mit unserer Leistungsbreite gut aufge-stellt sind. Auf spezielle, branchenbedingte Anforderungen, wie die der kürzlich erlangten EN 9100-Zertifizierung für die Raum- und Luftfahrtindustrie, stellen wir uns rechtzeitig ein“, bemerkt Herr Holsten.
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