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Elektronikproduktion | 15 Oktober 2009

Automobilmarkt stabilisiert sich in Westeuropa

Auf vielen Auslandsmärkten hat sich der Pkw-Absatz im September zunehmend stabilisiert. Die deutschen Pkw-Hersteller haben bereits im bisherigen Jahresverlauf ihre Marktanteile in den USA, in Westeuropa, Russland und Brasilien gesteigert.

In Westeuropa stieg der Pkw-Absatz im September um knapp 10% auf 1,3 Mio. neu zugelassene Fahrzeuge. Besonders ausgeprägt war das Wachstum in Frankreich (plus 14%) und Großbritannien (plus 11%), wo die Umweltprämie jeweils verlängert wurde. Der italienische Markt verzeichnete ein Plus von 7%. Spanien hatte - nach einer monatelangen Absatzflaute - im August erstmals wieder das Vorjahresniveau erreicht und legte im September kräftig um 18% zu. Insgesamt wurde auf dem westeuropäischen Pkw-Markt im 3. Quartal ein Zuwachs von knapp 8% erzielt, der allerdings das schwache erste Halbjahr nicht vollständig kompensieren konnte: Im bisherigen Jahresverlauf ist noch ein Absatzrückgang von 5% zu verzeichnen. Nach wie vor schwierig hingegen gestalten sich die osteuropäischen Märkte, die im September um 36% nachgaben. Von den neuen EU-Ländern konnte lediglich Polen die Absatzsteigerung der vorangegangenen Monate um 8% weiter ausbauen. Die Verkäufe in Tschechien lagen hingegen nur leicht über dem Vorjahr. In der Slowakei sind die Neuzulassungen im September um knapp 5% zurückgegangen, im bisherigen Jahresverlauf beträgt das dortige Absatzplus aber rund ein Fünftel. Das russische Pkw-Geschäft ist auch im September noch auf Talfahrt. Mit insgesamt 118.000 Neufahrzeugen lag der Absatz um 52% unter dem Vorjahresniveau, seit Januar beträgt das Minus 51%. Die deutschen Marken konnten allerdings in diesem Zeitraum ihren Marktanteil um knapp 2 Prozentpunkte auf über 17% steigern. Die großen asiatischen Automobilmärkte entwickeln sich hingegen weiter stabil, zum Teil sogar sehr dynamisch. Der indische Automobilmarkt verzeichnete im September eine Absatzsteigerung von gut einem Fünftel; seit Jahresbeginn wurden dort mehr als 1,3 Mio. Pkw verkauft (plus 9%). Der japanische Markt liegt zwar im bisherigen Jahresverlauf mit knapp 2,9 Mio. Neuwagen noch 14% unter dem Vorjahresniveau, allerdings wurde im September bei den Neuzulassungen das zweite Absatzplus in Folge verzeichnet. In China konnte der Absatz von Pkw im September um 77% gesteigert werden, im 3. Quartal liegt das Plus bei knapp drei Viertel. Seit Jahresbeginn wuchs der chinesische Pkw-Markt um mehr als ein Drittel (36%) auf 5,8 Mio. Fahrzeuge und konnte damit das Ergebnis des Gesamtjahres 2008 schon nach neun Monaten übertreffen. Der Volkswagen-Konzern knackte Mitte September sogar die Absatzrate des gesamten Vorjahres von einer Million verkauften Pkw und erwartet ein Plus von 30% für das Gesamtjahr 2009. Aber auch die deutschen Premiumhersteller legten in China kräftig zu: Audi und BMW erzielten im September jeweils ein Verkaufsplus von mehr als einem Drittel, Mercedes-Benz steigerte seinen Absatz um 56%. Brasilien erzielte im September bei den Verkäufen von Light Vehicles ein Plus von knapp 17%, seit Anfang des Jahres hat der Absatz um 6% zugelegt. Die deutschen Hersteller konnten in den ersten neun Monaten des Jahres ihren Marktanteil auf knapp ein Viertel steigern. Noch keine durchgreifende Erholung ist auf dem US-Markt zu erkennen. Das dortige Abwrackprogramm, das vom Volumen her deutlich geringer ausfiel als vergleichbare Maßnahmen in europäischen Ländern, führte im August zu einem leichten Absatzplus. Im September hingegen lagen die Light-Vehicles-Verkäufe wieder mit 23% im Minus. Der Marktanteil US-amerikanischer Hersteller insgesamt ging weiter zurück.
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2019.06.17 21:26 V13.3.21-1