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Elektronikproduktion | 29 September 2009

Top EMS / ODM gewinnen an Stabilität

Nachdem Ende 2008 und Anfang 2009 die Einnahmen der groĂźen EMS-Dienstleister regelrecht wegbrachen, zeigen sich fĂĽr das 2Q erste Anzeichen einer Stabilisierung und die Top-Player sind zu Wachstum zurĂĽckgekehrt, berichtet iSuppli.
Basierend auf einer Überprüfung der Umsatzzahlen des 2Q, erzielten die Top EMS-Dienstleister ein Umsatzwachstum von 1,6% im Vergleich zum 1Q. Das mang auf den ersten Blick nicht wirklich viel sein, es stellt jedoch eine dramatische Veränderung gegenüber dem sequenziellen Abschwung von 25% im 1Q dar. Die Top10 OMDs hielten sich jedoch besser und konnten – im Vergleich zum Q1 – einen Umsatzanstieg von 12% verzeichnen. Dies hebt sich deutlich vom sequenziellen Rückgang von 14% im 1Q ab. Abbildung 1 zeigt die sequenziellen Veränderungen bei den vierteljährlichen Einnahmen der Top10 EMS-Dienstleister dar. "Das Jahr 2009 hätte nicht schlechter für Vertragshersteller beginnen können", erklärte Adam Pick, Director und Principal Analyst für EMS / ODM bei iSuppli. "Allerdings deuteten Manager der EMS- und ODM-Unternehmen in 2Q an, dass sich die Auslastung stabilisieren und die Nachfrage anziehen würde. Zudem wurden Kostenstruktur und Lagerbestände angepasst. Die Forschungsergebnisse von iSuppli bestätigen, dass der Markt im 2Q wieder etwas Halt gefunden hat. Trotz dieser positiven Zeichen ist es noch zu früh um eine Erholung in der Elektronikfertigung zu feiern. Mehrere Faktoren verdunkeln weiterhin die Aussichten für EMS / ODM. Ein wichtiger Faktor ist die – immer noch beständige – weltweite Rezession. Obwohl die sequenziellen Einnahmen steigen, werden die Auswirkungen des globalen Abschwungs in einem Y-o-Y Vergleich sichtbar. Die 2Q-Einnahmen der Top10 EMS-Dienstleister liegen 15% unter den Zahlen von 2008 und die Umsatzzahlen bleiben auch weiterhin deutlich unter den normalen (saisonalen) Mustern. Abbildung 2 zeigt die Wachstumsaussichten der weltweiten To10 EMS-Dienstleister Wie Abbildung 2 zeigt, fielen die Einnahmen der Top10 EMS-Dienstleister seit dem 4Q/2008 eher kläglich aus. Zudem führen einige OEMS bestimmte strategische und Rezessionsbedingte Fertigungsstrukturen ein, was wiederum das Wachstum der Auftragshersteller behindert. Wie Nokia und auch NCR zeigen, nehmen einige OEMs Produktionsvolumen wieder In-House. iSuppli schätzt, dass z.B. Nokia rund $5 Milliarden von seinen EMS / ODM-Partnern abgezogen hat. Andere OEMs kaufen Aktiva der EMS-Dienstleister auf – z.B. der Ericsson und Elcoteq Deal – um eine Kontinuität der Produktion zu gewährleisten. Ein weiterer Faktor ist die Überkapazität, welche auch weiterhin die Margen der EMS-Dienstleister unter Druck setzt. Und schlussendlich kommen auch noch Engpässe bei einigen Komponenten – z.B. optical disk drives oder display panels – welche sich negative auf die Lieferketten der Unternehmen in Taiwan und China auswirken. Um sich diesen Gegebenheiten innerhalb des Marktes anzupassen, haben EMS / ODM Manager entscheidende Maßnahmen ergriffen, um Kostenstrukturen zu optimieren und um mit OEMs und Zulieferern zusammenzuarbeiten; all das um realistische Erwartungen für die Zukunft zu schaffen. Zudem hat Wall Street die Erwartungen für den Markt der Auftragsfertigung korrigiert, womit die 2Q-Ergebnisse den Erwartungen der Finanzexperten entsprachen oder diese leicht übertrafen. Jedoch konnten 4 der Top10 EMS-Unternehmen die sequenziellen 2Q-Einnahmen nicht verbessern. Wenn man Foxconn ausnimmt, dann sind die Einnahmen der Top10 im 2Q geschrumpft. Und wenn man sich nun die historischen Daten und die Zukunftsprognosen anschaut, dann bleibt eine wirkliche Erholung des Marktes für einige der EMS-Dienstleister schwer vorstellbar. Trotz der verschiedenen Anpassungen, die EMS-Anbietern vornehmen mussten, hat ein Wiederaufflammen der Nachfrage nach Note- und Netbooks eine optimistische Stimmung bei einigen Unternehmen hervorgerufen: z.B. Quanta, Compal, Wistron und Inventec. Trotz der Engpäse bei einigen Komponenten und der glanzlosen Prognosen einiger Unternehmen (Hewlett-Packard, Lenovo und Dell), sind einige ODMs davon überzeugt, dass die Verkaufszahlen im 2H die Produktion im 1H erheblich übersteigen werden.
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