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Elektronikproduktion | 28 Juli 2006

Siemens schließt Akquisition von Diagnostic Products Corporation (DPC) ab

Siemens hat die Übernahme der US-amerikanischen Diagnostic Products Corporation (DPC) abgeschlossen. Die Aktionäre von DPC haben gestern der Umwandlung des Unternehmens in eine 100%-ige Tochter von Siemens Medical Solutions Inc., USA, zugestimmt. Die DPC-Anteilseigner erhalten 58,50 Dollar pro Stammaktie in bar. Die Transaktion hat ein Gesamtvolumen von 1,86 Mrd. Dollar.

Diese Akquisition ist für Siemens der erste Schritt zum Einstieg in den Markt für Labordiagnostik (In-vitro-Diagnostik, IVD), einem wichtigen Teil der Molekularmedizin. Am 29. Juni 2006 gab Siemens zudem eine Vereinbarung zur Übernahme der Diagnostiksparte von Bayer bekannt. Durch diese beiden Akquisitionen wird Siemens Medical Solutions das erste integrierte Diagnostik-Unternehmen weltweit. DPC wurde 1971 gegründet und ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Immundiagnostik-Bereich. Es entwickelt, fertigt und vertreibt automatisierte Systeme und diagnostische Tests für die Untersuchung von Blut und anderen Körperflüssigkeiten. Die so erhaltenen Informationen sind für die schnelle, spezifische Erkennung und Behandlung von zahlreichen Erkrankungen unerlässlich – wie etwa hormonelle, Stoffwechsel-, Herzkreislauf- und Bluterkrankungen sowie Tumore und Allergien. „Heute beginnt ein faszinierendes neues Kapitel für Siemens Medical Solutions. DPC passt hervorragend zu uns, weil es eine ähnliche Unternehmensphilosophie besitzt, ebenso wie wir stetig nach richtungsweisenden Innovationen strebt, nach intensiver Zusammenarbeit mit dem Kunden und nach hoher Effizienz in der Gesundheitsversorgung,” sagte Erich R. Reinhardt, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Vorsitzender des Bereichsvorstands von Medical Solutions. „Wir setzen mit der Übernahme von DPC und dem geplanten Kauf von Bayer Diagnostics konsequent unsere Strategie um, zum ersten Mal in der Gesundheitsindustrie ein integriertes Unternehmen aufzubauen, das bildgebende Diagnostik und Labordiagnostik sowie klinische Informationstechnologie in der gesamten Wertschöpfungskette unter einem Dach verbindet.” Wie Reinhardt weiter ausführte, werden die Übernahmen zudem die Kompetenz von Siemens auf dem innovativen und schnell wachsenden Gebiet der Molekularmedizin erweitern. Die reicht von der schon vorhandenen In-vivo-Molekularbildgebung, wie z.B. bei der PET-Bildgebung (Positronen-Emissions-Tomographie), bis hin zur In-vitro-Diagnostik, die eine besondere Bedeutung für die Früherkennung von Krankheiten besitzt. Die Molekularmedizin hat ein enormes Potential, das Ärzten die Bestimmung des Erkrankungsrisikos für jeden einzelnen Patienten erlaubt – und dies auf Basis seiner genetischen Merkmale. Dadurch werden die molekularen Ursachen einer Erkrankung erkannt, lange bevor sich Symptome beim Patienten zeigen. Darüber hinaus hilft die Molekularmedizin dem Arzt die für den Patienten optimale Medikation auszuwählen, die Wirkungen der eingesetzten Medikamente vorherzusagen sowie eine auf den Patienten zugeschnittene, personalisierte Behandlung durchzuführen. „Die Mitarbeiter von DPC freuen sich auf die Zusammenarbeit mit unseren neuen Kollegen von Siemens. Gemeinsam entwickeln wir Innovationen, mithilfe derer unsere Kunden bessere Ergebnisse erzielen”, sagte Michael Ziering, Chief Executive Officer von DPC. „Wir haben jetzt Zugang zu einem globalen Netzwerk von Forschung und Entwicklung, welches unsere vorhandenen Möglichkeiten ergänzt und erweitert. Wir sind davon überzeugt, dass dieser richtungsweisende Schritt nach vorn unseren Kunden enorme Vorteile bringen wird.” Nach Abschluss der Übernahme von Bayer Diagnostics wird Siemens über ein umfassendes Portfolio von Lösungen in den Bereichen Immundiagnostik, genetische Tests, patientennahe Tests, klinische Chemie, Laborautomatisierung sowie Hämatologie (Blutzellendiagnostik) verfügen und somit eine Brücke schlagen zwischen bildgebender Diagnostik und Labordiagnostik. Siemens wird seinen Kunden damit eine einzigartige Kombination aus Expertise und Technologien in den Bereichen diagnostische Bildgebung, Healthcare IT, Molekularbiologie und Biochemie anbieten sowie die personalisierte Gesundheitsversorgung weiter vorantreiben.
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2020.08.05 00:04 V18.8.2-2