Anzeige
Anzeige
Leiterplatten | 15 September 2009

Leiterplattenmarkt in Deutschland erreicht im Juni Talsohle

Der Umsatz der Leiterplattenhersteller hat sich im Juni 2009 gegenĂŒber Mai um zehn Prozent verbessert und liegt auf dem Durchschnittswert fĂŒr die ersten sechs Monate des Jahres.
Diese Tendenzen berichten der Verband der Leiterplattenindustrie und der ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems. Der Umsatz liegt damit noch um mehr als ein Drittel unter dem relativ starken Juni im Vorjahr, dennoch kann das als Anzeichen fĂŒr ein Erreichen der konjunkturellen Talsohle interpretiert werden, so die Marktexperten im VdL/ZVEI. Der Auftragseingang ist außergewöhnlich niedrig und erreicht nur die HĂ€lfte des Zehn-Jahres-Durchschnittswerts. Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrĂ€gt der RĂŒckgang zwei Drittel. Allerdings war auch der Auftragseingang im Juni 2008 sehr gut. Einen minimalen Zuwachs an Auftragseingang gegenĂŒber Vormonat meldet etwa die HĂ€lfte der Unternehmen. Alle spĂŒren jedoch Verlagerungen von AuftrĂ€gen nach Asien. Die dortige Unterauslastung zu Jahresbeginn hatte zu sehr aggressivem Wettbewerb gefĂŒhrt. Langfristige LieferplĂ€ne, wie sie in der Automobil und Industrie-Elektronik ĂŒblich sind, wurden zudem reduziert, da die erhoffte Belebung der MĂ€rkte noch nicht nachhaltig eingetreten ist. Das Book-to-Bill Ratio als Trendindikator erreicht 0,60, der niedrigste Wert seit EinfĂŒhrung dieser Statistik. Die Mitarbeiterzahl verĂ€nderte sich gegenĂŒber dem Vormonat Mai nur geringfĂŒgig. Deutlicher zeigt sich die Reduzierung des Personalstandes im Vergleich zum Jahresbeginn: Seit Januar gingen 15 Prozent, gegenĂŒber Juni 2008 21 Prozent der ArbeitsplĂ€tze verloren. Viele Unternehmen versuchen jedoch nach wie vor durch Kurzarbeit, den Personalstand zu halten, um beim Einsetzen eines Aufschwunges ĂŒber geschultes Personal zu verfĂŒgen.
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.02.15 09:57 V12.1.1-1