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Allgemein | 14 September 2009

Siemens setzt SAP vor die Tür

Der Gro├čkonzern Siemens hat seinen Wartungsvertrag mit SAP gek├╝ndigt. F├╝r das Walldorfer Softwareunternehmen bedeutet das einen Millionenverlust. M├Âgliche Signalwirkung f├╝r weitere SAP-Kunden.
Siemens hat nach Informationen der WirtschaftsWoche seinen aktuellen Wartungsvertrag mit SAP zum Ende dieses Jahres gek├╝ndigt. Mit der Wartungspauschale, die bei Gro├čkunden derzeit 17 Prozent der Lizenzkosten pro Jahr betr├Ągt, bezahlen SAP-Anwender den Support sowie regelm├Ą├čige Updates ihrer Software. Unbeweglichkeit soll SAP zweistelligen Millionenbetrag kosten Siemens ist einer der gr├Â├čten SAP-Kunden ├╝berhaupt: Mehr als 160.000 Mitarbeiter weltweit nutzen die SAP-Software. Allein f├╝r Wartung bezahlt Siemens einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag im Jahr; ÔÇ×mehr als 30 Millionen EuroÔÇť, sch├Ątzt ein Analyst, der ungenannt bleiben will. Diese Wartungsausgaben habe Siemens ÔÇ×deutlich reduzieren wollenÔÇť, sagt ein Analyst, der ebenfalls von der Siemens-K├╝ndigung wei├č. Weil SAP sich diesbez├╝glich nicht bewegt habe, habe Siemens den Vertrag ÔÇ×schon vor einigen WochenÔÇť gek├╝ndigt. Alternativen in den Startl├Âchern Als potenzielle Alternativanbieter f├╝r Fremdsupport w├╝rden bereits IBM, der indische Anbieter HCL sowie der US-Dienstleister Rimini Street gepr├╝ft, hei├čt es. SAP-Chef Apotheker steckt in der Zwickm├╝hle: Sonderkonditionen kann er Siemens nicht gew├Ąhren. ÔÇ×Denn die Schlange der Unternehmen, die jene dann auch wollen, reicht einmal um den GlobusÔÇť, sagt ein Kenner des Gesch├Ąfts. L├Ąsst er Siemens indes ziehen, d├╝rfte das erst recht als Signal wirken. ÔÇ×Denn viele andere Unternehmen ├╝berlegen auch bereits, bei der Wartung auf Fremdanbieter zur├╝ckzugreifenÔÇť, sagt der Branchenexperte. Siemens und SAP wollten sich dazu nicht ├Ąu├čern.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-2