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Elektronikproduktion | 04 September 2009

Flachbildfernseher stabilisieren Markt für Unterhaltungselektronik

Der deutsche Markt für digitale Unterhaltungselektronik wird sich 2009 vergleichsweise stabil entwickeln. Der Markt erreicht ein Volumen von €12,3 Milliarden. Der Umsatzrückgang gegenüber dem Rekordjahr 2008 wird demnach bei lediglich 2,9% liegen, berichtet BITKOM.
Basis ist eine aktuelle Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des European Information Technology Observatory (EITO). „Das Wachstum bei Absatz und Umsatz von Flachbildfernsehern stabilisiert die gesamte Unterhaltungselektronik. Die Nachfrage nach hochauflösenden TV- und Zusatzgeräten treibt den Markt“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Der Markt der analogen Geräte, also etwa Radios und Röhrenfernseher, schrumpft hingegen um über 7% auf €0,7 Milliarden. Unter dem Strich wird der Gesamtmarkt der Unterhaltungselektronik damit 2009 voraussichtlich nur um 3,1% auf €13 Milliarden zurückgehen. Berg: „Angesichts der volkswirtschaftlichen Rahmendaten entwickelt sich die Unterhaltungselektronik überdurchschnittlich gut.“ Für Flachbild-Fernseher werden die deutschen Verbraucher in diesem Jahr €5,6 Milliarden ausgeben, ein Plus von 2,6% gegenüber dem Vorjahr. 2010 soll der Umsatz auf diesem hohen Niveau stabil bleiben. Dabei verschieben sich die Marktanteile weiter in Richtung LCD-Geräte. 2009 werden über 7 Millionen Flüssigkristallfernseher verkauft, 20% mehr als im vergangenen Jahr. 2010 sollen es gar 7,5 Millionen Geräte werden. Die Zahl der verkauften Plasmafernseher bleibt in diesem und dem kommenden Jahr hingegen konstant bei gut 0,7 Millionen Geräten. LCD- und Plasmafernseher stehen mittlerweile für 43% des Umsatzes der gesamten Consumer Electronics. „Die Branche profitiert vom Trend zum hochauflösenden Fernsehen, etwa 98% des Umsatzes mit Flachbildfernsehern werden inzwischen mit HD-ready-Geräten gemacht“, sagte Berg. Es habe in Deutschland zwar länger als in vielen anderen Industriestaaten gedauert, bis HD-Programme in nennenswertem Umfang ausgestrahlt wurden. Doch mittlerweile übertragen die ersten Sender in HD, die öffentlich-rechtlichen sowie große Privatsender werden in wenigen Monaten nachziehen. Das wird den Trend zu Geräten mit großen Bildschirmdiagonalen und HD-Ausstattung verstärken. Davon wiederum profitieren die Hersteller von Zusatzgeräten. So steigt der Umsatz mit digitalen Set-Top-Boxen in diesem Jahr um 10% auf fast €450 Millionen, für das nächste Jahr werden rund 510 Millionen erwartet. Die Erlöse mit Blu-ray-Playern haben sich mehr als verdoppelt, auf €100 Millionen.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-1