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Allgemein | 12 August 2009

Metalle für Handys und Flachbildschirme gehen zur Neige

Nicht nur Erdöl kann in den nÀchsten Jahren knapp werden, sondern auch Metalle wie Tantal oder Indium. Ohne diese Rohstoffe werden Mobiltelefone, Laptops und Displays bald zu Auslaufmodellen.
Dass Handys und Digitalkameras immer kleiner werden, verdanken wir vor allem dem Element Tantal. Daraus entstehen besonders kleine und leistungsfĂ€hige Kondensatoren. Da immer mehr Handys ĂŒber den Ladentisch gehen, steigt der Bedarf an Tantal und somit sein Preis. Tantalreserven ca. 180 000 Tonnen Wie "Nachrichten aus der Chemie" berichtet, betragen die weltweiten Tantalreserven etwa 180.000 Tonnen, der Bedarf lag im Jahr 2006 bei etwa 3.000 Tonnen. Tantal kommt als Erz nur in wenigen LĂ€ndern vor, zu ihnen zĂ€hlt vor allem die Demokratische Republik Kongo. Unternehmen sehen inzwischen aber davon ab, Tantal aus dem Kongo zu beziehen, denn zu eng korreliert der Handel von Tantalerzen mit Waffenimporten fĂŒr den BĂŒrgerkrieg. Niob als Alternative fĂŒr Tantal Recycling von Tantalschrott trĂ€gt nur zu zehn Prozent zur Versorgung mit Tantal bei, die Aufarbeitung von Platinen lohnt sich zurzeit nicht. Eine Alternative zu Tantal ist das Element Niob. Einige Spielekonsolen und Notebooks arbeiten bereits mit Niobkondensatoren. Aus Indiumerzen gewinnt man vor allem zinndotiertes Indiumoxid. Dieses Material ist transparent sowie leitfĂ€hig und eignet sich daher besonders gut fĂŒr Displays, Leuchtdioden und Solarzellen. Aussagen darĂŒber, wie viel Indium es auf der Welt noch gibt, sind widersprĂŒchlich: Noch bis vor kurzem galten die VorrĂ€te als so gut wie erschöpft, neuere Statistiken sprechen jetzt von 16.000 Tonnen Indiumreserven. Eine Alternative zu zinndotiertem Indiumoxid fĂŒr Solarzellen ist aluminiumdotiertes Zinkoxid. FĂŒr Flachbildschirme und organische Leuchtdioden gibt es jedoch noch keine Alternativen zum Indium.
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