Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Elektronikproduktion | 30 Juni 2009

OEM-Hersteller für Handys bekommen Lagerbestände "in den Griff"

Die weltweiten Lagerbestände an Handys bei OEM-Herstellern belaufen sich zur Zeit auf 75 Mio. Stück.

Entsprechend den aktuellen Umsatzzahlen deuten diese Bestände darauf hin, dass die Hersteller weltweit ihre Bestände gesenkt und an das aktuelle Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage angepasst haben. Auf Dollarbasis sanken zum Ende des ersten Quartals die Bestände auf $ 6,2 Mrd., im Vergleich zu den Höchstwerten von $ 8,6 Mrd. im dritten Quartal 2008. „Bei diesen Lagerbeständen haben OEMs keine Veranlassung, mehr zu produzieren, als die Nachfrage vorgibt,“ erläutert Carlo Ciriello, Analyst Financial Services bei iSuppli. Die Lagervorräte an Handys beliefen sich zum Ende des ersten Quartals auf eine Reichweite von 30 Tagen. Damit lagen sie leicht unter normalen Werten, was jedoch den aktuellen Umsätzen sowie den schwachen Marktbedingungen angemessen ist. „“Das birgt jedoch auch ein gewisses Risiko,“ warnte Ciriello. „Niedrige Bestände bedeuten automatisch geringere Sicherheitspuffer. Einerseits haben die OEMs damit mehr Einfluss auf Preisgestaltung und Distribution, andererseits können sie bei einem unerwarteten, plötzlichen Anziehen des Marktes weniger von der gestiegenen Nachfrage profitieren.“ Die Tabelle zeigt iSupplis Prognose der Lagerreichweite (DOI) der OEM Handy-Hersteller. iSuppli geht davon aus, dass die Lagerbestände im zweiten Quartal ebenfalls leicht unter den Normalwerten bleiben werden - bei unveränderter Nachfragesituation in diesem Zeitraum. Es wird erwartet, dass die Reichweite unverändert bei 30 Tagen bleiben wird. Für das dritte Quartal wir voraussichtlich, so iSuppli, der Handymarkt mit einer Steigerung von 7,8% wieder zum Wachstum zurückkehren. Das Umsatzwachstum wird von einem steigenden Bestelleingang getrieben, der zuvor nahezu unverändert blieb. Auch die Lagerbestände werden mit ca. 5% leicht steigen. iSuppli geht davon aus, dass bei steigenden Lagerbeständen und steigender Nachfrage die Reichweite (DOI) bei etwa 30 Tagen bleiben wird. Für das vierte Quartal prognostiziert iSuppli einen Umsatzanstieg im Handybereich von 8,1%. Gleichzeitig werden die Lagerbestände, saisonbedingt, um ca. 1,5% sinken. Das wird die Reichweite unter 30 Tage drücken, was einen gesunden Ausgangswert für das traditionell schwache erste Quartal darstellt. Marktschwäche für Handys in 2009 Auch wenn sich die Marktbedingungen für Handys im zweiten Halbjahr stabilisieren werden, stellt 2009 insgesamt ein schwaches Jahr für den Handymarkt dar. Es wird erwartet, dass die weltweiten Handyverkäufe 2009 auf 1,1 Mrd. Geräte sinken werden - ein Rückgang um 12% gegenüber 1,3 Mrd. Einheiten in 2008. Die Umsätze sollen gegenüber 2008 sogar um 18% sinken.
Weitere Nachrichten
2019.06.25 20:13 V13.3.22-2