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Elektronikproduktion | 15 Juni 2009

Carl Zeiss: Beschäftigungssicherung bis zum 30. September 2010

Carl Zeiss und die von der IG Metall gefĂŒhrte Verhandlungskommission aus Vertretern der Gewerkschaft und BetriebsrĂ€ten der Carl Zeiss AG und ihrer Tochterunternehmen haben nach intensiven Verhandlungen am 11. Juni 2009 eine Einigung ĂŒber ein „Gesamtpaket zur BewĂ€ltigung der wirtschaftlichen Situation“ erzielt.
Die GesprĂ€che hatten am 20. Mai 2009 begonnen. In den Eckpunkten sind Maßnahmen zur wirtschaftlich notwendigen Senkung der Personalkosten vereinbart. Die fĂŒr Mai 2009 vorgesehene Tariflohnerhöhung um 2,1% wird auf den 1. MĂ€rz 2010 verschoben. Der Einmalbetrag entfĂ€llt. Die Mitarbeiter der tarifgebundenen Carl Zeiss Unternehmen verzichten im Jahr 2009 auf 75% des Urlaubsgeldes und auf das Weihnachtsgeld sowie im Jahr 2010 auf das Urlaubsgeld. Die außertariflichen Mitarbeiter und Leitenden Angestellten werden einen angemessen gleichen Beitrag leisten. Verzicht auf betriebsbedingte KĂŒndigungen Die Carl Zeiss Gruppe verzichtet bis 30. September 2010 auf betriebsbedingte KĂŒndigungen in Deutschland. FĂŒr die Carl Zeiss Unternehmen in Wetzlar beginnen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter in 2009 mit GesprĂ€chen ĂŒber ein Standortkonzept. „Verantwortungsbewusstes Ergebnis“ „Carl Zeiss braucht schnell wieder eine schwarze Null, um die wirtschaftliche Grundlage fĂŒr unser Unternehmen und damit ArbeitsplĂ€tze zu sichern“, betonte Dr. Dieter Kurz. „Mit den bereits erfolgten Kostenanpassungen und den jetzt vereinbarten Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten ist eine konzernweite, solidarische Lösung erreicht. FĂŒr unser Unternehmen und die BeschĂ€ftigten haben wir damit eine belastbare BrĂŒcke fĂŒr die kommenden Monate gebaut.“ „Wir stimmen ĂŒberein, dass das Ergebnis ein Beleg fĂŒr das Verantwortungsbewusstsein beider Seiten in schwieriger Situation ist“, erklĂ€rten die VerhandlungsfĂŒhrer Bernhard Just (Carl Zeiss AG), Frank Iwer und Roland Hamm (beide IG Metall). FĂŒr die Mitarbeiter zĂ€hle die Sicherung des Arbeitsplatzes, das Unternehmen werde in der Wirtschaftskrise entlastet. FĂŒr Carl Zeiss ist das Ziel erreicht, die Personalkosten kurzfristig zu senken. Ein großer Teil des Einsparvolumens ist mit dem weitgehenden Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie der Verschiebung der Tariflohnerhöhung erreicht. Ein weiterer Teil entfĂ€llt auf die Nutzung flexibler Personalinstrumente wie Kurzarbeit, das Auslaufen befristeter VertrĂ€ge sowie Altersteilzeit. Carl Zeiss und die Verhandlungskommission der IG Metall haben vereinbart, unverzĂŒglich GesprĂ€che aufzunehmen, sollten sich die wirtschaftlichen VerhĂ€ltnisse erheblich verschlechtern. Vorbehaltlich der Zustimmung der Tarifkommission und des Vorstands der IG Metall tritt die Einigung mit Wirkung am 29. Juni 2009 fĂŒr die tarifgebundenen Unternehmen der Carl Zeiss Gruppe in Kraft. FĂŒr nicht tarifgebundene Unternehmen der Carl Zeiss Gruppe werden Arbeitgeber und BetriebsrĂ€te in den kommenden Wochen prĂŒfen, ob und wie ein Verzicht auf Entgeltbestandteile fĂŒr diese Einheiten erfolgt. Die BeschĂ€ftigungssicherung gilt fĂŒr alle BeschĂ€ftigten der Carl Zeiss Gruppe.
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