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Elektronikproduktion | 08 Juni 2009

Palm Pre wird Smartphone Status Quo erschüttern

Das neue Pre Smartphone von Palm zeigt groĂźes Potential fĂĽr ein robustes Umsatzwachstum und hat vielleicht einen groĂźen Einfluss auf andere Plattformen und die Technologie Lieferkette, prophezeit der Marktforscher iSuppli.
Die Verkaufszahlen für das Palm Pre könnten 2009 auf rund 1,1 Millionen ansteigen. Sollte Palm jedoch schnell ein neues Pre präsentieren, welches den 3G-GSM-Standard unterstützt, könnten in diesem Jahr sogar 1,3 Millionen verkauft werden. Sollte Palm zudem das Lizenzieren des eigenen webOS Betriebssystems öffnen, dann könnte diese Software größeren Einfluss auf die Produkte anderer Unternehmen ausüben. "Palm webOS scheint besser als Macs OS X zu sein, welches im iPhone im wichtigen Bereich der Multitasking-Fähigkeiten eingesetzt wird“, erklärte Tina Teng, Senior Analyst (Wireless Communication) bei iSuppli. „Dieser zentrale Unterschied, verbunden mit dem Multi-Touch-Display, könnten Palm einen bedeutenden Anteil am Smartphone Markt bescheren.“ Ein weiterer wichtiger Reiz des webOS ist die Verwendung von Widgets für den Zugriff auf Daten und Anwendungen – wie auch beim iPhone – im Gegensatz zu dem Ordnersystem beim Windows-Betriebssystem von Microsoft. Der Konsens der meisten Nutzer scheint zu sein, dass Widgets eine bessere intuitive Schnittstelle als Ordner darstellen. Aus diesem Grund könnte es von anderen Smartphone Herstellern eine stärkere Nachfrage nach dem webOS geben. "Wenn Palm beschließt die webOS Lizenz an andere Unternehmen zu vergeben, dann könnte es durchaus in den Fußstapfen des Android-Betriebssystems vom Google folgen. Von diesem wird erwartet, dass seinen Anteil an den weltweiten Smartphone Betriebssystemen – zwischen 2008 und 2010 – mit einem Faktor von 12 wachsen wird, zeigt das Design Prognose Tool (DFT) für Mobiltelefone von iSuppli“, erklärte Tina Teng weiter. Dies könnte dazuführen, dass webOS von Palm das Mac OS X von Apple als führendes Betriebssystem auf dem Smartphone Markt herausfordern kann. Das Geschäft im Kopf behalten Palm könnte die Aussichten für das webOS weiter verbessern, wenn das Unternehmen einen ‚Application-Store’ eröffnen würde, welches Programme für das Betriebssystem verkauft – ähnlich wie etwa Apples App-Store. „Ein ‚Application-Store würde Palm zu einem Komplett-Anbieter für seine Kunden machen; in dem nicht nur Hardware und Betriebssystem geliefert werden, sondern auch Programme welche zur Nutzung aller Smartphone Fähigkeiten essentiell sind“, erklärte Tina Teng weiter. Sie wies jedoch darauf hin, dass seit der Consumer Electronics Show (CES) im Januar Gerüchte kursieren, dass Palm für seine Anwendungen einen Online-Katalog anbieten werde. Mit der Ankunft von Software, welche es Entwicklern erlaubt, verschiedene Programme zu kombinieren - damit diese auf verschiedenen mobilen Betriebssystemen laufen – wird Palms ‚Store’ sicherlich schnell wachsen und eine Vielzahl von Anwendungen bieten können. Die Schlacht der Anwendungsprozessoren Der mögliche (langfristige) Erfolg des Pre verspricht auch dem Lieferanten von Palms Applications Prozessoren – Texas Instruments (TI) – dienlich zu sein. Während TI 2008 noch der führende Anbieter bei standalone media/application/graphic Chips für Mobiltelefone war, kommt die Nummer 2 – Samsung Electronics – immer näher, prognostiziert das Wireless Competitive Landscaping Tool (CLT) von iSuppli. Samsungs Umsatzanteil am weltweiten Markt stieg 2008 auf 16,4% - gegenüber 10% im Jahr 2007. Im Gegensatz dazu sank der Umsatzanteil von TI; von 23% im Jahr 2007 auf nunmehr 16,8%. „Aufgrund des gestiegenen Umsatzes bei iPhones – welches Samsungs media processing silicon verwendet – war es für das Unternehmen möglich, den Abstand zu verkleinern“, erklärte Francis Sideco, Senior Analyst (Wireless Communication) bei iSuppli. „Der Erfolg des Pre könnte TI helfen etwas vom verlorenen Marktanteil zurückzugewinnen. Pre Verkäufe wurden den Einnahmen von TIs OMAP-Linie helfen“. Die beigefügte Tabelle zeigt iSuppli Schätzungen, bezogen auf die Marktanteile bei den standalone Multimedia-Prozessoren für Mobiltelefone: Mangel an Displays? Die Pre wird wahrscheinlich ein Low-Polysilicon (LTPS) LCD-Display verwenden, welches eine überragende Bildqualität bietet – im Vergleich zu regulären TFT-LCD-Panels (in den meisten Mobiltelefonen verwendet). Dies könnte zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von LTPS-LCDs führen – eine beliebte Wahl im wachsenden Marktsegment der Smartphones. „Sollte das Pre erfolgreich sein und in den kommenden Jahren starke Verkaufszahlen erreichen, könnten LTPS zu Mangelware werden. Das Angebot beschränkt sich hier auf nur wenige Lieferanten, welche nur kleine Anlagen unterhalten (die diese Displays auch produzieren können“, erklärte Vinita Jakhanwal, Principle Analyst (Small/Medium Displays) bei iSuppli. In the Palm of your Hand Eine vorläufige Kostenanalyse des Palm Pre – bereits Ende April veröffentlicht – ergab ein projiziertes Bill-of-Materials (BOM) und Herstellungskosten von etwa $170. Das geschätzte BOM besteht aus Hardware-Kosten von $138 (einschließlich der Batterie), fast $10 für Herstellungs- und Testkosten, als auch Software- und Lizenz-Kosten von $23. iSuppli machte die 2Q-Preisgestaltung bei Komponenten und die Herstellungskosten nach Palms Mobile Handset Cost Model zur Grundlage für diese Schätzungen.
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2019.02.19 01:06 V12.2.0-1