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Allgemein | 03 Juni 2009

Kooperationsvertrag zwischen Fraunhofer ESK und Uni Augsburg

Die Fraunhofer-Einrichtung fĂŒr Systeme der Kommunikationstechnik ESK in MĂŒnchen und der Lehrstuhl fĂŒr Kommunikationstechnik der UniversitĂ€t Augsburg haben mit einem Rahmenvertrag ihre Kooperation gefestigt.
Insbesondere die Vergabe von EinzelauftrĂ€gen aus Industrie- oder öffentlich geförderten Forschungsprojekten wird so vereinfacht. Das erste Projekt der Kooperation erforscht die Optimierung von neuen, leistungsfĂ€higen Many-Core-Prozessoren. Die Grundlagenforschung an der UniversitĂ€t liefert eine wichtige Basis fĂŒr die Innovationen der Fraunhofer ESK, die deren Kunden direkt zu Gute kommen. Schon bisher hatte die Fraunhofer ESK umfassenden Zugang zu den Ergebnissen der Grundlagenforschung, da der Institutsleiter, Prof. Dr.-Ing. Rudi Knorr, auch Ordinarius fĂŒr Kommunikationstechnik an der FakultĂ€t fĂŒr Angewandte Informatik der UniversitĂ€t Augsburg ist. Nun können die beiden Organisationen gezielter in neuen Forschungsprojekten zusammenarbeiten. Mehr Rechenpower durch Many-Core-Prozessoren Das erste Projekt ist bereits gestartet: Es geht um die Ressourcenverwaltung in Many-Core-Architekturen, um sie effizienter zu machen. Damit wird die Entwicklung eines dynamischen, selbstoptimierenden und adaptiven Frameworks fĂŒr solche Architekturen unterstĂŒtzt. "Der Wunsch nach immer mehr Funktionen hebt die Anforderungen an Systeme, insbesondere an deren Prozessoren. Diese mĂŒssen immer komplexere Kommunikations- und Steuerungsaufgaben erfĂŒllen und dabei immer grĂ¶ĂŸere Datenmengen in immer kĂŒrzerer Zeit verarbeiten" erlĂ€utert Prof. Knorr sein Interesse an Many-Core-Prozessoren. Diese vereinen mehrere vollstĂ€ndige, weitgehend voneinander unabhĂ€ngige Prozessoren auf einem Chip. Mehr Prozessoren heißt aber auch, dass die Ressourcenverwaltung der Systeme fĂŒr eine effiziente Arbeitsweise stĂ€ndig optimiert werden muss. Diese Optimierung kann mit der zunehmenden Zahl an eingesetzten Prozessoren durch herkömmliche Verfahren aber nur unzureichend umgesetzt werden. Hier setzt das Projekt an: Ziel ist eine Many-Core-Architektur, die sich im Betrieb dynamisch selbstorganisierend optimiert. Der Lehrstuhl fĂŒr Kommunikationstechnik ist Mitglied der 2008 gegrĂŒndeten Augsburg Multicore Task Force (AMCTF), die sich zum Ziel gesetzt hat, das Potenzial der neuen Multi-Core-Prozessoren voll auszuschöpfen. Fraunhofer bringt die Grundlagenforschung in die Anwendung Die Grenzen zwischen der Grundlagenforschung an der UniversitĂ€t, die die Many-Core-Architekturen noch auf relativ abstrakter Ebene erforscht, und der angewandten Forschung und Entwicklung bei der Fraunhofer ESK sind fließend. So werden die Mehrprozessor-Architekturen zunĂ€chst analysiert und anschließend wird ermittelt, welche Daten fĂŒr den Optimierungsprozess relevant sind und wie sie fĂŒr eine sinnvolle, selbstĂ€ndig vom System durchgefĂŒhrte VerĂ€nderung verarbeitet werden können. Die neuen Erkenntnisse sollen dann auf schnellem Weg zu einer vereinfachten und ressourcensparenden Anwendung der Many-Core-Prozessoren in neuen Produkten fĂŒhren. DafĂŒr arbeitet die Fraunhofer ESK direkt mit Automobilherstellern und Zulieferern, Unternehmen der Telekommunikationsbranche und Anwendern von Kommunikationslösungen sowie Home-Automation- und Industrieanlagen-Herstellern zusammen.
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