Anzeige
Anzeige
Elektronikproduktion | 02 Juni 2009

GM Europe nicht in den US-Antrag einbezogen

GM Europe gab, dass sie ihren GeschÀftsbetrieb wie gewohnt fortsetzt und nicht in das gerichtlich beaufsichtigte Verfahren von General Motors, ihrer US-amerikanischen Muttergesellschaft, einbezogen ist.
Zudem liegen eine Zusage der deutschen Regierung fĂŒr eine BrĂŒckenfinanzierung, sowie ein Vorvertrag fĂŒr eine Partnerschaft mit Magna International vor. "Die Verhandlungen der letzten Tage waren sehr intensiv und zuweilen schwierig," sagt Carl-Peter Forster, PrĂ€sident von GM Europe. "Wir sind den jeweiligen Mitgliedern der deutschen Bundesregierung, insbesondere Kanzlerin Merkel und Vize-Kanzler Steinmeier, den jeweiligen deutschen Ministerien sowie den Landesregierungen von Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und ThĂŒringen und der FĂŒhrung des US-Finanzministeriums dankbar fĂŒr ihre intensiven BemĂŒhungen um diese wichtige Vereinbarung. Das Verfahren im Hinblick auf eine zukĂŒnftige Partnerschaft bei der Adam Opel GmbH ist durch den Vorvertrag mit Magna einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Die FĂŒhrung von Magna hat hierbei ein starkes Bekenntnis zu diesem Projekt gezeigt. Mit dieser Finanzierung können wir selbst bei den Schritten von GM in den USA nunmehr mit Zuversicht unseren Mitarbeitern, Kunden, Zulieferern und HĂ€ndlern gegenĂŒber sagen, dass der GeschĂ€ftsbetrieb wĂ€hrend der Schaffung einer neuen unabhĂ€ngigeren Opel/Vauxhall-Gesellschaft wie gewohnt fortgefĂŒhrt wird." Auf Grundlage der Partnerschaft mit Magna hat sich General Motors Europe die Zustimmung fĂŒr eine Vereinbarung einer BrĂŒckenfinanzierung von EUR 1,5 Mrd. mit der deutschen Bundesregierung gesichert, wodurch ein ausreichender Zeitrahmen fĂŒr den Abschluss einer Partnerschaftsvereinbarung gegeben ist. Mit dieser Finanzierung ist der europĂ€ische GeschĂ€ftsbetrieb von jeglichen finanziellen Auswirkungen, die sich aus der Lage von GM in den USA ergeben, abgeschirmt. GemĂ€ĂŸ der Vereinbarung werden die VermögensgegenstĂ€nde von Opel/Vauxhall unter dem Dach der Adam Opel GmbH zusammengefasst, wobei die Mehrheit der Anteile an der Adam Opel GmbH in eine unabhĂ€ngige Treuhandgesellschaft eingebracht wird (die ĂŒbrigen Anteile verbleiben bei General Motors) wĂ€hrend die abschließenden Verhandlungen mit Magna vorangehen. Die Treuhandvereinbarung ist so gestaltet, dass sie wĂ€hrend der Übergangszeit keinerlei Auswirkungen auf das TagesgeschĂ€ft der europĂ€ischen GeschĂ€ftsbetriebe haben wird. Das gegenwĂ€rtige europĂ€ische Management-Team von GM fĂŒhrt die GeschĂ€ftsbetriebe fort. Es wird davon ausgegangen, dass der Abschluss der Transaktion mit dem neuen Investor mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird, obwohl kein fester Zeitplan vorliegt. GM-Verfahren in den USA/GeschĂ€ftsbetrieb der GM Europe wird wie gewohnt weitergefĂŒhrt In den USA kĂŒndigte die GM Corporation eine Vereinbarung mit dem US Finanzministerium und den Regierungen von Kanada und Ontario an, um ihre Neuaufstellung zu beschleunigen. GemĂ€ĂŸ dieser Vereinbarung werden die weltweit stĂ€rksten GeschĂ€ftsbetriebe und Marken die Neue GM, bilden, deren Verbindlichkeiten und Betriebskosten bei GrĂŒndung wesentlich niedriger sein werden, als die, die GM historisch ausgewiesen hat. Die Neue GM wird die Regelungen der jĂŒngst mit den Gewerkschaften United Auto Workers (UAW) und Canadian Auto Workers (CAW) getroffenen Vereinbarungen einbeziehen und von der gegenwĂ€rtigen GM-GeschĂ€ftsfĂŒhrung geleitet werden. Nach ihrem Plan wird GM im Wesentlichen alle Vermögenswerte der GM weltweit an die Neue GM verĂ€ußern. Um diesen Kaufvertrag umzusetzen, haben GM und bestimmte ihrer Tochtergesellschaften einen freiwilligen Antrag auf Eröffnung eines Verfahrens nach Chapter 11 des US-Insolvenzgesetzes beim US Bankruptcy Court for the Southern District of New York beantragt. Der Verkauf steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Gericht. Da der Verkauf von Vermögenswerten durch GM bereits vom US-Finanzministerium, der UAW und der Mehrheit der Inhaber unbesicherter Schuldverschreibungen unterstĂŒtzt wird, erwartet GM, dass der Verkauf zĂŒgig genehmigt und vollzogen wird. Der GM-GeschĂ€ftsbetrieb außerhalb der USA ist nicht in die GerichtsantrĂ€ge oder das gerichtlich beaufsichtigte Verfahren in den USA einbezogen. Diese AntrĂ€ge haben keine direkten rechtlichen Auswirkungen auf GeschĂ€ftsplĂ€ne und operative TĂ€tigkeit der GM außerhalb der USA. GM hat bestĂ€tigt, dass sĂ€mtliche GeschĂ€ftsbetriebe in Europa, Lateinamerika, Afrika, im Mittleren Osten sowie im asiatisch-pazifischen Raum ohne Unterbrechung weitergefĂŒhrt werden. Forster bestĂ€tigte heute, dass das US-Chapter 11-Verfahren in den USA keinerlei Auswirkungen auf die Bedingungen und bestehenden Vereinbarungen hinsichtlich der - Mitarbeiter der GM Europe - Zulieferer der europĂ€ischen Betriebe - Kunden, die neue Fahrzeuge bestellt haben oder deren Fahrzeuge noch unter den GM-Garantieschutz fallen - Mitarbeiter im Ruhestand und PensionsempfĂ€nger, die Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung von GM Europe beziehen - HĂ€ndler in Europa haben wird.
Anzeige
Anzeige
Artikel die Sie interessant finden könnten
Weitere Nachrichten
2019.02.15 09:57 V12.1.1-2